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1.7.2022
So sehen Sieger aus / Teil II: Trainer Dr. Andreas Bolte (ganz links) mit Mitbesitzern nach FELLOWs Sieg (Foto: Monika Runge)


1.7.2022
So sehen Sieger aus / Teil I: FELLOW mit seiner Begleiterin nach dem Hamburger Sieg (Foto: Monika Runge)


26.6.2022
FREAK läuft in Hamburg erstmals in die Geldränge. (Foto: Dirk Runge)


26.6.2022
FREAKY LOVE debutiert in Hamburg (Foto: Dirk Runge)


28.4.2021
Das BEST SOLUTION-Hengstfohlen a.d. FREYA am Tag nach der Geburt (Foto: A. Röbbeling)


24.09.2020
FREAKY LOVE sucht eine neuen Besitzer.


5.5.2020
FREYAs neues Zuhause ist ab sofort das Gestüt Hof Castanea in Colnrade südwestlich von Bremen


15.6.19
FREAKY LOVE - das diesjährige Fohlen v. Neatico a.d. Freya ist nun gut zwei Monate alt.


15.6.19
FELLOW v. Pomellato a.d. Forlista - auch er zeigt gern seine Kraft und Schnelligkeit.


15.6.19
FREAK v. Neatico - Freya - einer vom "Halbstarken-Quartett" der Jährlingshengste in Evershorst


14.4.19
Das NEATICO-Stutfohlen a.d. FREYA übt Bocksprünge.


14.4.19
FREYA mit ihrem NEATICO-Stutfohlen


31.10.18
FREYTAG an seinem letzten Tag im Gestüt Evershorst


15.4.18
Unser braunes Hengstfohlen von NEATICO a.d. FREYA ist das jüngste Fohlen im Gestüt Evershorst - und wird es auch bleiben.


3.4.18
Im Alter von 11 Stunden unternahm das Hengstfohlen von NEATICO mit seiner Mutter FREYA seinen ersten Ausflug im Evershorster Paddock.


18.2.18
Das 41 Stunden alte POMELLATO-Fohlen a.d. FORLISTA erfreut sich des schönen Wetters.


5.7.17
FORGO (mit Toni Potters) auf der heimischen Sandbahn


14.4.17
FORGINO startet mit einem Sieg gegen KOLONEL in das Rennjahr 2017 (Foto: www.franknolting.de).


8.4.17
... und FREYTAG ist 2 1/2 Wochen nach seiner Geburt ständig am Toben.


8.4.17
FREYTAG heißt unser Santiago-Hengstfohlen aus der FREYA

27. November 2022 - Und wieder ist das Geläuf zu schwer für FREYTAG

Beim letzten Start am 1. Oktober in Mülheim hatte sich das Geläuf durch einen starken Platzregen kurz vor dem Rennen in eine Schlammwüste verwandelt. Aber auch beim heutigen Start (27.11.2022) in Mülheim im Ausgleich IV (+2) über 1500 m war der Boden nicht viel besser - zu schwer jedenfalls für FREYTAG, der mit Marissa Potters in einem Feld von 11 Pferden immer unter den letzten vier zu finden war. Im Ziel "eroberte" er dann Platz 8, immerhin mit 6 Längen Rückstand auf Platz 7. Es gewann ENERGY DRAGON vor CHILI VALENTINO.
Am 2. Weihnachtsfeiertag in Mülheim wäre nun noch ein passendes Rennen über 1300 m für FREYTAG, in dem Marissa Potters mit ihrer Erlaubnis vermutlich nur 50 kg auswiegen müsste. Ob das sinnvoll ist, darüber kann man diskutieren, denn auch an Weihnachten wird das Geläuf kaum besser sein als heute. FREYTAG ist in Mülheim oft gut gelaufen, aber das war fast immer auf gutem Boden. Da das Geläüf auf dieser Bahn eine Menge Regen speichern kann, ist es im Winter fast immer sehr weich, meistens sogar schwer.


13. November 2022 - FREAKY LOVEs letzter Jahresstart ist ein Mutmacher für 2023

Im Kalender wird der 13. November zwar als Volkstrauertrag geführt, doch für die Anhänger der 3-jährigen FREAKY LOVE war der heutige Tag eher ein Tag der Freude. Denn FREAKY LOVE zeigte in Krefeld mit Rene Piechulek bei ihrem siebten Lebensstart einen ersten Ansatz, der für 2023 Mut macht.
Der Ausgleich IV (+8 für 3-jährige, +9 für 4-jährige) über 1700 m erschien im Vorfeld doch deutlich leichter zu sein als ihre letzten beiden Aufgaben, als sie in Feldern von 14 bzw. 16 Pferden startete und jeweils Platz 8 belegte. So rückte sie auch trotz dieser nichtssagenden Form als vierte Favoritin (75:10) in die Boxen. Hinzu kam, dass es in Krefeld lange nicht geregnet hatte und das Geläuf für Mitte November in einem ausgesprochen guten Zustand war.
Trainer und Besitzer hatten im Vorfeld sicherlich viele Optionen der Renntaktik durchdiskutiert und erhofften sich heute von Rene Piechulek, der sehr positiv durch seine sachlichen und treffsicheren Aussagen nach dem Rennen auffällt, ergänzende Erkenntnisse. Es ist ja kein spitzfindiger Gedanke, wenn man sich auch die Vorlieben ihres rechten Bruders FREAK anschaut. Bei ihm ist sich der Trainer inzwischen sicher, dass er über 1600 m und auf gutem Boden am besten läuft - und er hat wenig Speed, er geht sein Tempo. Auf dieser Grundlage war der Ritt von Rene Piechulek heute sicherlich ein Schlüssel zum Erfolg, was im Ziel Platz 3 bedeutete.
Nach einem mäßigen Start ließ er FREAKY LOVE vor dem ersten Bogen an das Ende des Feldes zurückfallen, um dann als Einziger die Spur ganz außen zu nehmen, die deutlich besser war. Vor der nächsten Kurve "schrammte" FREAKY LOVE wieder an das Feld ran und fand sich nun an dritter Stelle wieder. In der Zielgeraden sah man das gleiche Schauspiel: Aus äußerer Spur nahm der Jockey FREAKY LOVE ganz nach außen und hatte dort wieder das beste und damit schnellste Geläuf. Mitte der Zielgeraden schien die Stute sogar für den Sieg in Frage zu kommen, doch dann löste sich der Mitfavorit AMARCORD überlegen mit 5 Längen. Der Kampf um die Plätze war spannender: FREAKY LOVE wurde noch von SALERON (2.) überlaufen, bekam ihrerseits aber den nachlassenden SUPERSHOCK (4.) in Griff. Auch DON CHI (5.) blieb noch in Reichweite, die übrigen fünf Teilnehmer waren deutlich geschlagen. Der Richterspruch lautete 5 - 3/4 - 1 1/4 - 1 1/4 - 8 Längen. Der dritte Platz wurde mit 525 Euro belohnt.
FREAKY LOVE wird sich sicherlich 2023 noch verbessern, heute war das erst einmal ein schöner Ansatz, mit dem auch die 8.000 Euro-Marke an Züchterprämien für 2022 übertroffen wurde. Die Saison geht aber jetzt langsam zu Ende. Wenn die Trainer ihre Planungen nicht ändern, wird aus dem Stall von Dr. Andreas Bolte kein Silbereiche-Zögling mehr laufen, nur FREYTAG aus dem Potters-Stall soll Ende November noch einmal an den Start gehen.


14. Oktober 2022 - FREAK in Iffezheim: Jetzt sieht man klarer!

Ach, du lieber Weihnachtsmann! Dass FREAK und FREAKY LOVE aktuell nur in großen Feldern laufen und gelaufen sind, macht langsam keinen Spaß mehr. Mit 17 Startern im Baden-Badener Ausgleich IV (-9) über 1600 m schoss FREAK heute am 1. Tag des Sales & Racing Festivals den Vogel ab. Dementsprechend hielt sich der Optimismus bei Besitzern und Trainer in Grenzen. Was FREAK dann zu bieten hatte, war aber gar nicht so schlecht.
Der Boden, offiziell gut bis weich, wird nicht mehr ganz nach den Vorlieben von FREAK gewesen sein, aber festeren Boden findet man um diese Jahreszeit nur noch auf den Ostbahnen. Die Startbox 15 war auch nicht glücklich, aber Rene Piechulek servierte ihm ein gutes Rennen und neutralisierte dieses Handicap. Piechulek suchte nach dem Start eine Position im zweiter oder dritter Spur und ließ FREAK langsam aufrücken. In der Zielgeraden kam FREAK, mehr auf inneren Spuren galoppierend, immer besser ins Rollen und lag 150 m vor dem Ziel mit zwei, drei anderen Pferden auf einer Linie auf dem dritten Platz. Dann "buddelte" er sich ein bisschen fest, denn nun spielte das Geläuf doch eine entscheidende Rolle: Außen auf dem besseren Geläuf wurde gewonnen. Dort hatte der Außenseiter ANNIEMATION (Zweiter) früh eine Spur ergattert. Nach einem "Teufelsritt" von Maxim Pecheur hieß der Sieger jedoch PARA. Die Stute lag noch eingangs der Zielgeraden innen von FREAK und steuerte dann, ohne einen Gegner zu behindern, die Außenseite an. Kurz vor dem Ziel war sie dort angekommen und erkämpfte sich einen Nase-Vorteil auf dem besseren Geläuf. Der Mitfavorit NO STOPPING HER wurde Dritter. FREAK lag im Ziel auf dem 6. Platz und war insgesamt 6 Längen zum Sieger und 4 Längen zum Dritten geschlagen. Als Prämie gab es noch 200 Euro.
Der Jockey äußerte sich nach dem Rennen dahingehend, dass die heutigen 1600 m für FREAK wohl die optimale Distanz sind. Auch die Taktik, FREAK langsam und kontinuierlich aufrücken zu lassen, erscheint dem Chronisten für den Wallach richtig zu. FREAK hat wenig Speed, zieht aber über die Meile sein Tempo bis zur Ziellinie durch. Auf besserem Boden wäre heute ein Platz unter den ersten Drei möglich gewesen und das ist eine gute Grundlage für 2023.


09. Oktober 2022 - So richtig wird man aus FREAKY LOVE noch nicht schlau!

Als nächste Aufgabe bestritt FREAKY LOVE einen Ausgleich IV (-7 f. 3-jährige) über 1850 m in Köln. Mit Eduardo Pedroza im Sattel legte sie sich nach dem Start ungefähr an die 11. Stelle im leider wieder großen Feld von 14 Startern. Eingangs der Zielgeraden lag sie dann gleichauf mit der späteren Siegerin VENDETTA. Nur hat diese einen fulminanten Speed, während FREAKY LOVE einfach ihr Tempo weitergeht, ein paar zurückfallende Kontrahenten überholt, aber eben auch von den Speedpferden selbst überholt wird. Im Ziel belegte sie dann Platz 8, eine Leistung, zu der mancher Gegner später fragen wird: "Ach, lief die auch mit?"
Was ist das richtige Rezept für FREAKY LOVE, die nach diesem Start bei ebenso enttäuschenden wie für kommende Starts attraktiven 50,5 kg steht? Der Boden war gut bis weich, vermutlich mag sie es wie ihr Bruder FREAK lieber fester. Ebenfalls über ihren Bruder könnte man ableiten, dass ihr die 1850 m schon zu weit werden, denn zu Beginn ist sie sogar noch spritziger. Ein Start Ende Oktober über 1600 m könnte die Distanzfrage etwas besser beantworten.


03. Oktober 2022 - FELLOW fällt in Hoppegarten kein Zacken aus der Krone

Die meisten Ausgleiche I über längere Distanzen haben in der letzten Zeit in der Mehrzahl die Leichtgewichte unter sich ausgemacht. Deshalb hatten sich Trainer und Besitzer auch gegen einen Ausgleich I über 2200 m in Köln in der Vorwoche entschieden, wo FELLOW hätte 62 kg tragen müssen. Bevorzugt wurde nun ein Ausgleich I über 1800 m am Tag der Deutschen Einheit in Hoppegarten, wo FELLOW nun mit 57 kg belastet war. Drei der fünf Gegner hatten sich erst kürzlich auf der gleichen Bahn über 1600 m getroffen: WESTERN SOLDIER gewann hier vor WAY TO DUBAI und NEW WIZARD. Die Wetter gaben FELLOW (52:10) als Einzigem die Chance, diesem Trio Paroli zu bieten, beäugten aber kritisch den Distanzwechsel. Der Tscheche PACE MAN stand deutlich länger, der ohne Form antretende Stallgefährte WILDFANG umso mehr.
Den Boden hatten sich die FELLOW-Fans noch etwas weicher gewünscht, er war zwar gut bis weich, aber kaum mit dem regennassen Geläuf zu vergleichen, wie es am Vortag in Düsseldorf oder Hannover vorzufinden war.
Vielleicht war es auch nicht die beste Lösung, wie in den vergangenen Rennen das Tempo zu machen, den anders als in den Steherrennen blieb Jockey Rene Piechulek, der diesmal wieder im Sattel saß, wenig Spielraum für Variationen wie z.B. einen schnellen Antritt im Schlußbogen, der in Baden-Baden Grundlage des Erfolgs war. Im Gegenteil: Auch die Gegner wussten, wie das Rennen gelaufen wird, und Siegreiter Bauyrzhan Murzabayev sagte nach dem Rennen im Interview über den Schlüssel zum Erfolg: "Vorne auf FELLOW aufpassen und hinten auf WAY TO DUBAI."
Damit ist schon gesagt, dass WESTERN SOLDIER auch mit Siegaufgewicht wieder gewann, vor WAY TO DUBAI und NEW WIZARD, alles wie beim letzten Mal, aber mit knappsten Abständen. FELLOW konnte sich bis Mitte der Zielgeraden an der Spitze halten, dann musste er die drei Kontrahenten ziehen lassen. 100 Meter vor dem Ziel war klar, dass er in den "Dreikampf" an der Spitze nicht mehr eingreifen würde und Rene Piechulek verzichtete auf stärkere Hilfen. Insofern entsprechen die 3 1/2 Längen Abstand zum Dritten in etwa dem Aufgewicht für den Sieg in Baden-Baden. PACE MAN (8 Längen hinter FELLOW) und der völlig geschlagene WILDFANG 40 Längen dahinter blieben Statisten.
FELLOW, der als Vierter 1500 Euro verdiente, lief also keineswegs schlecht und ihm fällt mit dieser Leistung kein Zacken aus der Krone. Wenn er gesund und munter bleibt, könnte sich noch in Start im Listen-Rennen über 2200 m Mitte November in München lohnen, denn dort wird er mit ziemlicher Sicherheit seinen geliebten weichen Boden antreffen, aber auch Gegner haben, die im Handicap 6 - 10 kg höher stehen. Um diese Jahreszeit ist dann alles eine Frage, ob die Form noch steht. Sein Trainer wird ihn in den nächsten Wochen aufmerksam bei der Arbeit beobachten.



01. Oktober 2022 - Am besten FREYTAG fragen!

Zum Start des langen Wochenendes startete FREYTAG als frischer Sieger in einem Ausgleich III(-6) über 1200 m. Marissa Potters saß wieder im Sattel. Es gibt um diese Jahreszeit besser besetzte Rennen als dieses mit 8 Startern besetzte Rennen in Mülheim, deshalb durfte man sich auch mit Aufgewicht Chancen für FREYTAG, der am Toto 69:10 stand, ausrechnen.
Der Boden wurde mit "weich, stellenweise schwer" angegeben. Grundsätzlich ist FREYTAG auf solchen Böden schon gut gelaufen, z.B. bei seinem Sieg am Nikolaus-Renntag 2020 auf gleicher Bahn. Was FREYTAG aber offensichtlich nicht mag, ist "Morast". Ein kräftiger Platzregen kurz vor dem Rennen verwandelte das komplette Geläuf genau in diesen Zustand.
Denn Marissa Potters machte eigentlich alles richtig. Von vorletzter Stelle aus suchte sie sich mit FREYTAG in der Zielgeraden außen eine freie Spur, die nach Augenschein noch besser aussah als das Geläuf innen an den Rails. Aber FREYTAG fand nicht einmal in den vierten Gang, geschweige denn in den fünften ... Fünf Pferde kämpften um den Sieg (LEXI'S DREAM gewann vor NO DAY NEVER und SCIPIO), FREYTAG ließ auf dem 7. Rang gerade einmal die Pacemakerin LA UNION hinter sich.
Andere Gründe für dieses schlechte Laufen als der "Mülheimer Morast" sind nicht ersichtlich, ansonsten musste man FREYTAG selbst fragen ....


25. September 2022 - Beim Geschwistertreffen gibt es nur die undankbaren Plätze

FREAK und FREAKY LOVE in einem Rennen, das ist schon ein Ereignis, auf das sich die Silbereiche-Fans im Vorfeld freuen konnten. Allerdings wurde die Vorfreude etwas getrübt, da der Ausgleich IV über 1850 m am 25. September in Köln als Rennen mit Viererwette und 16 Startern ausgetragen wurde. Da beide Pferde ihre Rennen nicht von der Spitze aus bestreiten, konnte man auf einen ungestörten Rennverlauf nur hoffen, ihn aber kaum erwarten. Jahreszeitbedingt war auch der Boden in Köln schon sehr elastisch, auch wenn während der Veranstaltung die Sonne schien. Und Trainer Dr. Andreas Bolte legte sich schon vor dem Rennen fest, dass die beiden rechten Geschwister weichen bis schweren Boden nicht mögen. Aber heute schien noch etwas zu gehen - zumindest mit FREAK, den die Wetter mit 57:10 zum zweiten Favoriten kürten. Das hatte natürlich auch damit zu tun, dass der Champion Bauyrzhan Murzabayev im Sattel saß. Dagegen stand FREAKY LOVE - mit Micky Cadeddu im Sattel - als das einzige 3-jährige Pferd im Feld mit 258:10 sehr lang am Toto.
FREAKY LOVE erwischte einen besseren Start alS FREAK und mischte erst einmal im Vordertreffen mit, während sich FREAKs Reiter wohl an der Sieg-Taktik von Leon Wolff orientierte und seinen Schützling langsam auf die Beine kommen ließ. Im Schlußbogen hatte dann FREAK zu FREAKY LOVE aufgeschlossen und beide lagen im Mittelfeld der vielen Starter. In diesem Moment hat leider die relativ kleine FREAKY LOVE wieder mindestens einen Schubser abbekommen, ihre Konkurrenz geht manchmal mit ihr um, als ob sie Luft wäre. Eingangs der Zielgeraden manövrierte Bauyrzhan Murzabayev FREAK auf eine freie innere Spur. Kurz konnte man meinen, FREAK sein in jedem Fall in der Viererwette, doch dann ging es für FREAK einfach nicht weiter. Im Ziel konnte er dann seiner rechten Schwester die Hand reichen, denn sie endete nur einen kurzen Kopf hinter ihm. Zuvor hatte sie sich mühselig einen Weg durch eine Phalanx von Pferden gesucht, um noch - wie schon im letzten Rennen - ein paar Plätze gutzumachen.
Bei FREAK darf man feststellen, dass ihm die 1850 m offensichtlich zu weit sind - wenigstens bei weichem Boden. Aber das Baden-Badener Rennen lief trotz eines unglücklicheren Ritts nach dem gleichen Muster ab.
FREAKY LOVE könnten die 1800 / 1850 m durchaus liegen, auch wenn man feststellen muss, dass sie weitgehend geschlagene Pferde in der Zielgeraden überholt.
Wenn man die Trainer-Prognose zugrunde legt, dass beide Pferde keinen weichen Boden mögen, dann kann man nur hoffen, dass es ab dem zweiten Oktober-Wochenende einen "Goldenen Oktober" gibt, wie die Wetter-Propheten aktuell meinen. Ansonsten sollte man den beiden Geschwistern schon jetzt die Winterpause gönnen. Dagegen freut sich der Stallgefährte FELLOW, wenn es in Hoppegarten zum nächsten Wochenenende hin regnet. Und das ist angesagt.
Es gab heute sechs Platzgelder und FREAK und FREAKY LOVE belegten im Ziel die Plätze 7 und 8 - knapp daneben ist auch daneben. Beide waren im Ziel nur etwa 4 Längen hinter dem Zweiten zurück - das heißt, die auf den ersten Blick etwas enttäuschende Leistung war nicht extrem schlecht, nur eben nicht gut genug. Das Rennen gewann übrigens überlegen EL FARAS vor dem Favoriten STAY FIRST und ROSE OF ANPAK.


11. September 2022 - FREAKY LOVE gewinnt ihre erste Mini-Prämie

Eine Viertelstunde nach FOOTLOOSE startete FREAKY LOVE auf der am 11. September parallel veranstaltenden Bahn in Düsseldorf zum ersten Mal im Ausgleich. Es war ein Ausgleich IV (+4 f. ält.) über 1600 m mit Viererwette. Leon Wolff ritt mit immer noch 2 kg Erlaubnis.
Gleich im ersten Bogen wurde die relativ kleine FREAKY LOVE von ihren Mitstreitern kräftig in die Mangel genommen und angebufft. Inwieweit die Stute nun schon keine Lust mehr hatte, wissen wir nicht. In jedem Fall kam sie noch im Hintertreffen in die Zielgerade, wo Leon Wolff sie weiter forderte. Nur deshalb konnte sie kurz vor dem Ziel noch den letzten dotierten 6. Platz erobern und verdiente ihre ersten 150 Euro.
Es gewann OUTFIT vor dem Stallgefährten SHANO, STAY FIRST und FLYLINE. Ob für FREAKY LOVE die Strecke etwas kurz war, welche Leistung sie bei einem ruhigem Rennverlauf bringen kann - all das bleibt am heutigen Tag ziemlich im Dunkeln. Also warten wir auf ihr nächstes Rennen.


11. September 2022 - FOOTLOOSE zum Abschied mit Zweibrücken-Bonus

Vermutlich war der 55. Start auch der letzte Start in der Karriere von FOOTLOOSE. Dazu musste sie im geradezu überaus gut dotierten Ausgleich III in Zweibrücken noch einmal zeigen, was sie kann. Es gab immerhin 7500 Euro für den Sieger und fünf Platzgelder. Nachdem FAIR HURRICANE nicht in die Startbox wollte, waren es nur noch 8 Starter und Steffi Koyuncu saß zum ersten Mal im Sattel der MAMOOL-Stute.
Zu Beginn machte sie gewiss Alles richtig, denn sie eroberte die Pilotenposition und ließ es mächtig "krachen". Die übrigen Teilnahmer reihten sich brav hinter ihr ein. In der zweiten Runde auf dem relativ kleinen Rundkurs schien die Reiterin das Tempo etwas zu überziehen, denn um die Angriffe der Gegner vor Erreichen der Zielgeraden abzuwehren, musste sie FOOTLOOSE kräftig fordern. In der Zielgeraden kam sie sogar wieder an der Innenseite etwas besser auf. Kurz hatte sie Chancen auf ein besseres Platzgeld, am Ende blieb der letzte dotierte 5. Platz und FOOTLOOSE verdiente 750 Euro. Es gewann MR VIRTUOSO vor SPORTING HUNTER, QUILAMI und SINDRA, der Favorit EAT THE DUST wurde Letzter. Überhaupt war das Rennen in der Zielgeraden ein ziemliches Durcheinander - deshalb ist es auch müßig, darüber zu diskutieren, ob ein etwas dosierterer Ritt zu einem besseren Ergebnis geführt hätte. Mag sein - mag auch nicht sein.
In jedem Fall hat sich FOOTLOOSE als eisenharte "Lady" bewiesen. 63,5 kg GAG als 3-jährige, als 4-jährige und nunmehr auch noch als 9-jährige sind eine Vorzeigeleistung und ihre Lebensgewinnsumme von 41415 Euro ist gerade auch für Stuten eine gute Referenz.


04. September 2022 - FELLOW gewinnt Ausgleich I in Baden-Baden: Wie geil ist das denn ... ?!

Das war die erste Äußerung aus dem Züchter- und Besitzerkreis von FELLOW am Abschlusstag der Großen Woche. Und in der Tat war der 10.000 Euro-Sieg ein Meilenstein für FELLOW und auch in der Geschichte der Silbereiche-Zucht. Dabei waren die Vorzeichen "erschreckend" gut: Der zuletzt in Düsseldorf vor ihm platzierte AMERICAN FLY hatte mit seinem Sieg am Vortag das letzte Rennen aufgewertet, der Boden war noch nicht wieder abgetrocknet, sein Reiter Thore Hammer-Hansen agierte (nicht nur) an diesem Tag in Top-Form und auch die Wetter waren von FELLOW überzeugt und kürten ihn zum 27:10-Favoriten. Hätte der Chronist seinen Optimismus an diesem Tag in eine Dose gepackt, dann wäre der Deckel davongeflogen ...
Bereits im Rennen davor, dem Großen Preis von Baden, wollte keiner führen. Auch FELLOW sah sich nach dem Start gleich an der Spitze des kleinen 5-er Feldes und fragte im Zeitlupen-Galopp in der langen Geraden vor den Tribünen lange nach, ob nicht jemand anders ihn ablösen möchte. Keiner wollte und so wechselte Thore Hammer-Hansen in der ersten Kurve in ein angemessenes Tempo. FELLOW konnte sich nun das Rennen selbst einteilen, der Jockey sagte nach dem Rennen, dass er an den Rails innen sehr relaxt galoppierte. Die Frage, ob FELLOW die 2400 m-Distanz problemlos stehen kann, stellte sich in diesem Rennen nicht mehr, denn das Rennen begann eigentlich erst in diesem Moment. FELLOW führte das Feld mit dem Schweizer LASCALO an zweiter Stelle auch in die Zielgerade. Bereits im Schlussbogen hatte Thore Hammer-Hansen den Antritt seines Vorfolgers getestet, der immer ein paar Galoppsprünge benötigte, um zu beschleunigen. Eingangs der Zielgeraden das gleiche Schauspiel - und schon hatte FELLOW erst einmal gut zwei Längen Vorsprung vor LASCALO und dem Rest des Feldes. Nun formierten sich die Gegner zum Endkampf und bis auf die geschlagene NOA LEA kamen sie FELLOW auch nach und nach ein Stück näher. Aber FELLOW maschierte an der Innenseite immer weiter. NORTH HUNTER (4.) und auch KIR ROYAL (3.) hätten ihn wohl auch 100 m nach dem Ziel nicht eingeholt, aber LASCALO erwies sich als hartnäckiger Gegner. Laut Richterspruch nach Kampf mit einem Hals rettete sich FELLOW vor LASCALO ins Ziel. Zehn Meter weiter wäre es eng geworden.
Es war seit FORGINOs Sieg im Kölner Listenrennen vor knapp sieben Jahren die höchste Siegbörse für einen Silbereiche-Zögling. Vermutlich wird der Ausgleicher FELLOW nun mit 3 Kilo Aufgewicht bedenken und seine Laufbahn geht mit 82 kg weiter. Auch wenn der Boden heute nicht abgetrocknet war, richtig weicher Boden sollte FELLOW noch besser liegen - das sagte auch sein Trainer Dr. Bolte nach dem Rennen. Ein Ausgleich I am 3. Oktober in Hoppegarten würde passen, aber der geht nur über 1800 m. Eine Woche vorher geht es in Köln über 2200 m, aber da müsste FELLOW 62 kg "schultern". Und das Meeting in Baden-Baden zeigte, dass in den höheren Ausgleichen zumeist die Leichtgewichte vorne sind. Und dann spielt ja auch noch das Wetter eine Rolle. Wir wünschen allen Beteiligten eine glückliche Hand ...



03. September 2022 - FORLITO vermasselt alle Chancen in Leipzig schon am Start

Trainer Toni Potters hatte sich in der Sport-Welt darüber geäußert, dass FORLITO im Training deutlich mehr zeigt als Ausgleich IV-Klasse. Also waren seine Fans wieder gespannt, als er am 3. September in Leipzig über 2000 m mit Marissa Potters antrat. Wenig Gewicht, eine weibliche Hand, vielleicht läuft es ja so besser. Aber nachdem FORLITO im Moment des Starts in der Startbox stieg und mit ca. 10 Längen Rückstand auf die "Reise" ging, war auch diese neue Chance wieder vertan. Dass SUPERSHOCK vor LAYTOWN und LADY CATHERINE gewann, ist letztendlich unerheblich, der Abstand zum Vorletzten eher peinlich, auch wenn es richtig ist, ein chancenloses Pferd nicht mehr zu bemühen.
FORLITO wird seine Chancen auf der Jagdbahn nutzen müssen. Die Silbereiche-Fans werden ihn im Auge behalten - wie jeden ihrer Zöglinge -, auch wenn aktuell der morgige Auftritt von FELLOW im Ausgleich I in Baden-Baden die Gemütslage bestimmt: Totale Anspannung! Und das erst recht, nachdem AMERICAN FLY heute in Iffezheim FELLOWs letztes Rennen heute erheblich aufgewertet hat. Der Chronist überlegt, ob er heute vor dem Einschlafen Baldrian-Pillen nimmt ...


28. August 2022 - FREAK in Baden-Baden: Frischer Sieger, Favorit und ein orientierungsloser Ritt ...

... das sind alles Voraussetzungen, die auf Deutschlands Nobelbahn selten zum Erfolg führen.
Nach den Regenfällen vor Beginn der Rennwoche war der Boden noch etwas weich, der Trainer meinte, FREAK kann das. Mit Anna-Lena Weidler hatte man eine Reiterin verpflichtet, die gerade am Vortag auf einem Pferd aus einem fremden Stall ihren ersten Sieg errungen hatte, davor hatte sie zwei Siege für den Stall ihres Vaters erzielt. Es liefen nur 7 Pferde und es gab 5 Platzgelder. Eigentlich beste Voraussetzungen für FREAK bei seinem Start am 28. August im gut dotierten Nachwuchsreiten, der als Ausgleich IV (+4) über 1800 m ausgetragen wurde. So meinten es auch die Wetter, FREAK war Favorit.
Aus eine der äußeren Startboxen blieb FREAK lange in der dritten Spur und nahm während des Rennens eine Position ein, aus der er beim letzten Start gewonnen hatte. Doch schon im letzten Stück vor Erreichen der Zielgeraden nahm das Rennen für FREAK einen schlechten Verlauf: Statt aufzurücken fiel er nun etwas zurück. Den Knick in die Zielgerade nahm FREAK in mittlerer Spur, dann entschied sich Anna-Lena Weidler dafür, FREAK ganz innen an die Rails zu dirigieren. Während an den Außenrails an diesem Tag einige Rennen gewonnen wurden. war die Spur ganz innen wohl eine "Todesspur". FREAK schien zuerst noch Vierter werden zu können, dann kam aber nichts mehr und er überquerte als Vorletzter die Ziellinie - vor der völlig geschlagenen AGUNA. Es verblieb der erste Rang außerhalb der Geldränge - und der ist immer eine Enttäuschung. An den Außenrails gewann VIVIANE mit Gavin Ashton, in den mittleren Spuren waren Ferragosta (2.), RIVERS LAD (3.) und auch LADY VIVIAN und SUPERSHOCK stärker.
FREAK scheint wenig Speed zu haben, das zeigte sich schon in den letzten Rennen. Und vermutlich braucht er auch mehr Unterstützung, als ihm seine junge Reiterin heute geben konnte. Mit dem kurzen Nachlassen vor Beginn der Zielgeraden war sein Schicksal schon besiegelt.


20. August 2022 - FREYTAG ganz leicht: Jubiläumssieg Nr. 125 für die Silbereiche-Zucht!

Der Chronist gibt offen zu: Wenn die Herren Murzabayev oder de Vries im Sattel der Silbereiche-Pferde sitzen, dann diskutiert man im Vorfeld wenig über den Jockey (... der wird schon alles richtig machen ...). Wenn eine junge Amateurrennreiterin wie Marissa Potters im Sattel sitzt, dann fragt man sich hingegen viel öfter: Wird alles glatt gehen? Was keine Zweifel an den Fertigkeiten der jungen Reiterin ausdrücken soll, sondern nur die Erlebnisse in vielen Jahren Galopprennsport verarbeitet: Was läuft in diesem Sport nicht alles anders, als man es vorher geplant oder gedacht hat.
Heute am 20. August in Mülheim lief aber dann doch alles so, wie es sich Trainer und Reiterin vorher vorgestellt hatten. Die Überraschung betraf nicht FREYTAG, sondern den Favoriten AUERBACH, der enttäuschte vollends und wurde Letzter. Für FREYTAG waren die Vorzeichen hingegen günstig: Zuletzt Zweiter mit Marissa Potters, 5 kg unter seinem letztjährigen GAG und dazu die 3 kg Erlaubnis seiner Reiterin. Von seinen 8 Konkurrenten hatten alle mindestens 5,5 kg mehr im Sattel.
Auf diese Situation baute auch die Taktik von Toni Potters. Volle Fahrt voraus und dann mit dem leichten Gewicht nach Hause "stiefeln". Schon gleich nach dem Start merkte man, dass Marissa Potters (aus Box 1) die Pilotenposition erobern wollte - und das gelang ihr auch recht schnell. In der Zielgeraden gab es einen kleinen Moment, in dem FREYTAG die Gegner an sich ran ließ, auf die Aufforderung seiner Reiterin löste er sich dann wieder leicht und überquerte die Ziellinie mit 1 3/4 Längen Vorsprung. Der nachgenannte MACAVITY und CROCUS landeten auf den Plätzen. FREYTAG verdiente 3.000 Euro und sollte auch mit Aufgewicht in den kommenden Rennen Geld verdienen können - ob es noch ein Sieg wird, steht in den Sternen.
Die jungen Trainer-Töchter wie Marissa Potters und Antonia von der Recke, die an diesem Tag zwei Rennen gewann, werden es familienintern bei ihren Vätern nicht immer leicht haben. Aber dass konstruktive Kritik - gepaart mit den eigenen Ambitionen - die Grundlage für so schöne Erfolge wie heute sein kann, das hat sich wieder mal gezeigt. Umso mehr gönnt man dann diese Erfolge den Beteiligten. Und FREYTAG hat wahrscheinlich jetzt seinen eigenen Stalljockey ...


07. August 2022 - FELLOW in Düsseldorf: Im Sommer lohnt sich ein Regenmacher!

In Hamburg während der Derby-Woche setzte der Regen so punktgenau ein, dass FELLOW passende Bedingungen für seine Gala-Leistung am 3. Juli vorfand: Während einer Schönwetter-Woche regnete es nur einmal "Bindfäden" - und das war in der Nacht vor seinem Start am Freitag.
In Düsseldorf war das Timing nun Anfang August deutlich schlechter. Auch dort gab es am Freitagvormittag beträchliche Regenfälle, am Samstagmorgen war das Geläuf teilweise weich, doch FELLOWs Start war erst am Sonntag (7. August). Sonntagmorgen gab es noch ein paar weiche Abschnitte, aber bei 13 Sonnenstunden war das Geläuf spätestens bis zu seinem Start um 14.45 Uhr weitgehend abgetrocknet. Nicht zuletzt die Rekordzeit, in der der "Preis der Diana" gelaufen wurde, lieferte den Beweis.
Alles andere waren freundliche Rahmenbedingungen: Es gab fünf Platzgelder und es liefen nur fünf Pferde. Aber es ging auch erstmals für FELLOW über 2400 m.
Wieder mit Rene Piechulek im Sattel übernahm er nach dem Start wie in Hamburg wieder die Spitze und konnte sich das Rennen selbst einteilen. Dahinter platzierten sich AMERICAN FLY und der nobel gezogene Favorit AKUA'RIUS. In der Zielgeraden griffen genau diese beiden Kontrahenten FELLOW an, während von hinten (ORIHIME und der stark gewettere Slowake CAPE CROWN) nichts mehr kam. AKUA'RIUS erwies sich schnell als stärker und baute seine Überlegenheit bis zum Ziel zu einem 2 1/2 Längen-Sieg aus. Mit AMERICAN FLY kämpfte FELLOW praktisch bis in Ziel um den zweiten Platz. Zum Schluss war der Gegner um eine 3/4-Länge voraus. FELLOW verdiente 1.650 Euro für den dritten Platz. Auf schnellem Geläuf ist er mit seiner 79 kg-Marke zur Zeit erfasst, auf passend weichem Geläuf sollte er noch Spielraum nach oben haben. Immerhin trugen heute AKUA'RIUS 8,5 kg und AMRICAN FLY 8,0 kg weniger als FELLOW.
Nicht aus den Augen verlieren sollte man die Distanzfrage: Wenn FELLOW auch bei passendem Geläuf in Baden-Baden nicht weiterkommt, dann könnten auch die 2400 m für FELLOW etwas zu weit sein. Diese Unsicherheit werden die nächsten Starts klären. Am 4. September im Ausgleich I geht es wiederum über 2400 m, bei passendem Geläuf sollte FELLOW mindestens ein Platzgeld ergattern - oder die Distanz ist zu lang.
Und Trainer und Besitzer könnten sich sowieso um einen "Regenmacher" kümmern. Das ist eine 75 cm lange Kaktusrohr-Stange, mit Kieselsteinen gefüllt. In Südamerika haben diese die Medizinmänner mit Erfolg zur Bestellung von Regen eingesetzt. Wer dran glaubt ...



30. Juli 2022 - Köln: Erst FREAKY LOVE und danach FREAK mit Sieg Nr. 124

Die beiden rechten Geschwister FREAKY LOVE und FREAK präsentierten sich, beide von Leon Wolff geritten, am 30. Juli 2022 in Köln. Und beide erfüllten alle Erwartungen.
Zuerst war die jüngere FREAKY LOVE dran. In einem 8 Pferde-Rennen hatten die Gegner sehr unterschiedliche Qualität. FREAKY LOVE hielt sich das ganze Rennen über im Mitteltreffen. In der Zielgeraden war der Debutant AEMILIANUS, ein Halbbruder von ALSON und ANCIENT SPIRIT, schnell als Sieger hochgezogen. 4 1/2 Längen dahinter kämpften SONNENPERLE und VIVE L'AMOUR um das beste Platzgeld, wiederum 3 1/2 - 3/4 - 1 1/4 Längen dahinter kamen als Mittelfeld BIRTHDAY PARADISE, TAHER und FREAKY LOVE durch das Ziel. FREAKY LOVE regierte auf die Hilfen von Leon Wolff in der Zielgeraden gut, vielleicht hätte sie sich sogar TAHER noch "schnappen" können, aber welcher Reiter reitet für einen undotierten Platz ein Finish, als ob es um den Sieg ginge. Das war schon so in Ordnung. Die Entwicklung vom Debut in Hamburg vor 5 Wochen bis heute ist positiv, wenn das weiter so verläuft, dann wird sie in diesem Jahr noch ein Rennen gewinnen können.
Zwei Stunden später startete FREAK als haushoher Favorit (22:10) im Ausgleich IV über 1600 m. Nach 4 Nichtstartern verblieben 7 Gegner für FREAK. Wer von seinem Sieg überzeugt war, für den war die richtige Viererwette fast schon eine lösbare Aufgabe. Überzeugt von einem Sieg war offensichtlich auch sein Jockey, der FREAK zuerst auffallend weit hinten hielt (ca. 6. Stelle), im Schlußbogen langsam aufrückte und in der Zielgeraden mit viel Vertrauen einen Gegner nach dem anderen "stellte". Der Zielrichter nannte das "sicher", Galopp-Online sprach von "überlegen"; die Wahrheit dürfte wohl in der Mitte liegen. Denn FREAK brauchte schon ein bisschen Unterstützung, aber als er in Fahrt war, "rauschte" er auf den letzten 50 Metern leicht an INNUENDO (2.) und TIME LEON (3.) vorbei. Das war Sieg Nr. 124 für die Silbereiche-Zucht. Vor kurzem in Bad Harzburg jährte sich zum 35. Mal der erste Silbereiche-Sieg (damals PARLO), 3,5 Siege im Schnitt pro Jahr sind für die kleine Zucht mit zumeist nur einer Mutterstute keine schlechte Ausbeute.
FREAKY LOVE und FREAK haben jetzt Nennungen in Baden-Baden, auch dort soll Leon Wolff im Sattel sitzen. FREAK hat erfreulicherweise nur 3 kg Aufgewicht für den Sieg bekommen und sollte allein wegen des Reiters im Nachwuchsrennen am ersten Sonntag mit Chancen unterwegs sein. Und FREAKY LOVE wird erstmals im Ausgleich laufen und hat mit 55 kg eine faire Marke bekommen; das Iffezheimer Rennen wird eine weitere Standortbestimmung, aber Hoffnungen auf die Geldränge sind vorhanden.
Aber jetzt soll erst einmal das Aushängeschild der Silbereiche-Zucht, FELLOW, laufen, in Düsseldorf oder Hoppegarten. Trainer und Besitzer warten auf Regen.



21. Juli 2022 - Maximale Ausbeute bei FORLITOs Debüt über die schweren Sprünge

Am Donnerstag der Rennwoche in Bad Harzburg (21. Juli) standen die Hindernispferde im Mittelpunkt. Damit bleibt die Rennbahn im Harz die einzige, die den Sport über Hürden und feste Hindernisse noch pflegt. Für Trainer Toni Potters war schon im letzten Jahr klar, dass die Zukunft von FORLITO eher die Jagdrennen, also über die festen Sprünge, sind. Hier kann der Wallach sein gutes Springvermögen besser zur Geltung bringen, während seine geringe Flachklasse nicht so zu Buche schlägt.
Doch gerade in Bad Harzburg hatte sich FORLITO im letzten Jahr verletzt, was eine halbjährige Koppelpause nach sich zog. Nach ein paar erfolglosen Flachstarts in 2022 trat er nun heute wieder über Hindernisse an und gab sein Debut in einem Jagdrennen.
Im letzten Rennen der Karte stellten sich ihm nur vier Gegner, darunter waren allerdings eine "Vollgranate" und eine "Halbgranate" - verglichen mit FORLITO. Der Tscheche FIRST OF ALL, wie FORLITO 6 Jahre alt, hatte bereits über 100.000 Euro in Hindernisrennen verdient und 4-jährig ein Gruppe II-Jagdrennen gewonnen. Und ONE DOWN hatte frische Meriten als Zweiter im Harzburger Seejagdrennen am letzten Sonntag. Über die anderen beiden Gegner konnte man sich Gedanken machen: Kann FORLITO die vielleicht schlagen? Der zweite Tscheche ANGOSTURA lief bereits mehrfach in Tschechien und der Schweiz platziert, während BAASHA in jungen Jahren in England vier erfolglose Versuche aufweisen konnte, um dann - nach Deutschland exportiert - bei uns auf Agl. IV-Ebene als Dauerläufer auf Gras und Sand 7 Flachrennen zu gewinnen.
Ein Plus für FORLITO sollte der erfahrene irische Jockey Dylan Robinson werden, der nach einer 3-jährigen Sperre versucht, in seinem Job wieder Fuß zu fassen. So gewann er am Sonntag in Bad Harzburg auch gleich das Seejagdrennen. Robinson ließ FORLITO langsam auf die Beine kommen und übernahm die letzte Stelle im geschlossenen Feld. Nach der Hälfte der Distanz begann ANGOSTURA zu schwächeln, FORLITO übernahm problemlos den 4. Platz des zumeist im Gänsemarsch galoppierenden Feldes. Dramatisch wurde das Rennen im Schlussbogen. ONE DOWN führte immer noch vor FIRST OF ALL, der dann aber an seinem Kontrahenten vorbeiging und bis zum Ziel einen Vorsprung von 22 Längen (!) herausholte. Und dahinter? Im Schlussbogen war BASSHA bereits als Dritte deutlich zurück und FORLITO hatte den Gegner ca. 10 Längen zurück im Visier. Diesen Rückstand hatte FORLITO bereits kurz nach Erreichen der Zielgeraden aufgeholt und von nun an begann ein erbitterter Kampf um das dritte Platzgeld von 900 Euro, den FORLITO erst im Ziel mit einem kurzen Kopf Vorsprung gegen BAASHA gewonnen hatte. Dieses Finish um Platz 3 erinnerte fast an das diesjährige Union-Rennen (SAMMARCO/SO MOONSTRUCK), sieht man mal vom damaligen Peitscheneinsatz ab.
Soso, FORLITO kann also in Jagdrennen sogar auf der Flachen kämpfen ... Es war eine gute Leistung von FORLITO, unterstützt von einer sehr guten Leistung des Reiters Dylan Robinson. Die beiden Erstplatzierten vertreten eine andere bzw. völlig andere Klasse.
Wenn man auf dieser Schiene weitermachen will, muss sich Trainer Toni Potters wieder Richtung Ausland orientieren. Neben Frankreich, wo FORLITO im letzten Jahr schon dreimal lief, kommt von Bremen aus vielleicht auch Skandinavien in Frage. Wichtig ist wohl, dass man vor Ort einen guten Reiter für FORLITO verpflichten kann.
Wenn dieser Bericht etwas lang geraten ist, so liegt das einfach an dem spannenden Verlauf vorn und auch auf den Plätzen. Nicht nur dieses, sondern auch die beiden anderen Hürdenrennen waren an diesem Tag eine Werbung für den Hindernissport.


17. Juli 2022 - ... und FREYTAG überrascht als "Mädchenpferd"

Trotz des kleinen Starterfeldes (7 Pferde) begleiteten FREYTAG in einem Ausgleich III über 1500 m mit Marissa Potters im Sattel nur geringe Hoffnungen, was auch der Toto-Kurs von 173:10 belegte.
Aber Trainer Toni Potters hatte wohl einen Plan: Nachdem FREYTAG mit seiner Tochter auffalland gut gelaufen war, gab er ihr diesmal eine weitere Chance auf einer ungewohnt weiten Distanz. Nach dem üblichen Geplänkel auf den ersten 100 m ("Wer will führen?") übernahm FREYTAG die Pilotenrolle. Es fiel auf, dass Marissa Potters die innere Spur verschmähte und dort für alle Gegner ein breiter Durchschlupf war. So steuerte FREYTAG auch die Zielgerade an. Innen konnte sich als Erster ENERGY DRAGON in Szene setzen, 200 Meter vor dem Ziel hatte er FREYTAG bereits erreicht und ging vorbei, doch der SANTIAGO-Sohn marschierte sein scharfes Tempo immer weiter und hatte den Rest des Feldes locker im Griff. ENERGY DRAGON - FREYTAG - ASALEEB - so lautete der Richterspruch mit der Angabe 1 1/4 Längen - 1 1/4 Längen - 1/2 Länge. Es gab 1400 Euro für den 2. Platz.
Für Marissa Potters war dieser 2. Platz die bisher beste Platzierung in ihrer noch jungen Amateurrennreiterinnen-Karriere. Ist FREYTAG nun ein "Mädchenpferd"? Bei 8 Ritten unter männlichen Reitern verdiente er 2.850 Euro, bei 11 Ritten unter weiblichen Reitern (Cecilia Müller, Marissa Potters, Sibylle Vogt) fast das Vierfache, nämlich 11.250 Euro, wobei Sibylle Vogt keinen Geldpreis verdienen konnte. Die Statistik erscheint eindeutig zu sein, vielleicht braucht FREYTAG aber auch nur eine "weiche Hand" und muss frei galoppieren können, was die Taktik im heutigen Rennen erklären würde. Es gab auch schon Pferde in der Silbereiche-Zucht, die legten bei jedem Peitschenschlag die "Scheibenbremsen" ein. Vielleicht passt also FREYTAG in die Gruppe dieser Rennpferde, die das Motto haben: "Seid nett zu mir, dann lauf' ich schnell ...".


17. Juli 2022 - Doppelter Einsatz in Mülheim: FREAKY LOVE sammelt Routine ...

Das Interesse der Silbereiche-"Fans" richtete sich an diesem Wochenende nach Mülheim, allerdings ohne große Hoffnungen.
Zuerst kam FREAKY LOVE in einem Sieglosenrennen über 2000 m mit Rene Piechulek an den Start. Unter den 9 Gegnern waren viele Debutantinnen, einige allerdings mit sehr guten Papieren. Die NEATICO-Tochter hielt sich eigentlich das ganze Rennen über im Mittelfeld auf, im Schlussbogen war sie für kurze Zeit einmal Fünfte. In der Zielgeraden kam sie dann ein bisschen aus dem Takt, weshalb sie der Jockey nach innen nahm. Nur mit den Händen geritten überquerte sie auf Platz 7 die Ziellinie, ohne allerdings eine Chance auf einen Geldrang gehabt zu haben. Trotzdem lief sie deutlich besser als beim Debut. Ganz vorn waren drei Debutantinnen: NINA'S LOB vor SIGIYANA und ILHA PURA.
Wie bei ihrem rechten Bruder FREAK geht jetzt langsam die Diskussion um die beste Distanz bei FREAKY LOVE los. 2000 m, 1800 m, 1600 m oder gar 1400 m - noch gibt es nicht ausreichend Indizien für eine richtige Entscheidung.


10. Juli 2022 - FREAK in Hannover: Knapp daneben, aber fast alle sind zufrieden

Nach seinem gelungenen Debut im Ausgleich in Hamburg avancierte FREAK im Hannover (8.7.22) beim Freitagabend-Renntag schon zum Favoriten (27:10) in einem Ausgleich IV(+6) über 1750 m. Es lief auch alles nach Plan und Order, nur für den Sieg fehlte zum Schluss ein Kopf.
FREAK sollte im Vorderfeld mitgehen und sich ein Führpferd suchen. Diese Rolle übernahm ROYAL SUNSHINE, während sich FREAK dahinter mit dem zweiten Favoriten APPLE VALLEY den zweiten Platz teilte. APPLE VALLEY konnte das Tempo in der Zielgeraden nicht mehr mitgehen und FREAK rückte suksessive zu ROYAL SUNSHINE auf und hatte die Stute kurz vor dem ZIel im Griff. Noch besser konnte es aber SO SOON, der außen angriff und einfach mehr Schwung hatte. Im Ziel hatte er einen Kopf Vorteil, auch wenn Bauyrzhan Murzabayev auf FREAK kaum weniger Mittel einsetzte als bei seinem Derby-Sieg mit SAMMARCO. Eine halbe Länge dahinter belegte ROYAL SUNSHINE den dritten Platz, dann waren es 1 3/4 Längen Luft zm frischen Sieger DARK FORREST.
"Fette" Platzgelder - heute gab es 800 Euro - gehören im Ausgleich dazu, um auf eine vernünftige Gewinnsumme zu kommen, insofern war kaum einer der Züchter und Besitzer unzufrieden, man hörte nur "Schade - so knapp!" Ende Juli in Köln geht es weiter und in dieser Form gehört FREAK auch dann wieder zu den Favoriten.


04. Juli 2022 - Höhepunkt der Derby-Woche: FELLOW deklassiert die Gegner im Ausgleich II

Es war aus Sicht der Silbereiche-Zucht der wichtigste Start der Derby-Woche: Hatte FELLOW nun im Ausgleich nach dem 6. Platz in Baden-Baden noch "Luft nach oben" und dürfen seine Fans von "Black Type" träumen? Oder ist er, wie die "Sport-Welt" vermutete, erfasst? Nicht nur der Chronist, auch der Trainer bemängelten das zu schnelle Geläuf in Iffezheim, das zu scharfe Tempo an der Spitze und die "Ecke" eingangs der Zielgeraden, mit der FELLOW nicht zurecht kam.
Am Freitag (12.7.22) in Hamburg gegen 6 Gegner über 2200 m im Ausgleich II (-16) gab FELLOW nun auf diese Fragen eine klare Antwort:
Bei passenden Bedingungen kann er noch viel mehr. Die Träume vom "Black Type" dürfen weitergeträumt werden. Der Boden sollte nur etwas elastisch sein. Das Rennen ist schnell erzählt: Nach dem Start wollte keiner führen, deshalb ergriff Rene Piechulek auf FELLOW die Initiative und übernahm die Spitze des kleinen Feldes. Dort konnte er sich nach Belieben sein Tempo einteilen - das machte der Jockey exzellent. Auch die Hamburger Innenbahn hat eine "scharfe Ecke" zu Beginn der Zielgeraden, diese meisterte er bestens. Als Erster gab ATZE, der die ganze Zeit auf dem 2. Platz gelegen hatte, klein bei, während LEON und PANJARI zum Angriff "bliesen". Dabei hatte PANJARI offensichtlich Probleme, in Schwung zu kommen. FELLOW war das egal und stiefelte von der Spitze aus dem Feld davon. Auch als PANJARI den höchsten Gang eingelegt hatte und dadurch noch knapp LEON den zweiten Platz "klaute", wurde dieser nie schneller als FELLOW. wodurch sich im Ziel ein Vorsprung von 4 1/4 Längen aufgebaut hatte. Der Richterspruch lautete "überlegen", der Ausgleicher gab "sichtlich beeindruckt" 4,5 kg Aufgewicht und FELLOW steht nun bei 79 kg GAG.
Die blendende Stimmung bei FELLOWs Anhang wusste dann noch der große Hund des Besitzers, ein Bernadiner, zu steigern, als er das Mikrofon des Moderators für einen Knochen hielt und danach begehrte.
Jetzt wird das Management von FELLOW in Deutschland schwierig. Einen passenden Ausgleich I (-22) über 2000 m gibt es am Jubiläums-Wochenende "200 Jahre Deutscher Rennport" Mitte August in Hoppegarten, ansonsten bleibt nur Blick auf Listen- und Gruppe III-Rennen oder eben ein Auslandsstart, z.B. in Frankreich. Es sind schwierige Entscheidungen, die Trainer Dr. Andreas Bolte jetzt treffen muss.
Für die Statistik: es war Sieg Nr. 123 für die Silbereiche-Zucht und FELLOWs Besitzer bekamen brutto 5.500 Euro. Damit war dieses Rennen eines der wenigen Ausgleichs-Rennen in Hamburg, wo es leider auch nicht viel mehr zu gewinnen gab als auf anderen deutschen A-Bahnen.


04. Juli 2022 - Derby-Woche Teil II: FREYTAG und FORLITO unter "ferner liefen"

Nicht nur die Reiterwahl (Adrie de Vries), auch die Leistung beim letzten Start mit Marissa Potters im Sattel machten FREYTAG zu einem chancenreichen Kandidaten am Mittwoch (29.6.22) im Ausgleich III über 1400 m der Hanburger Innenbahn. Das Rennen ist aus Sicht von FREYTAG schnell erzählt: Nach dem Start blieb FREYTAG im hinteren Teil des Feldes, in der Zielgeraden konnte er in keinster Weise aufrücken und landete so als Mitfavorit (57:10) auf dem vorletzten Platz.
Der Chronist hat aktuell keinen Kontakt zum Stall und FREYTAG machte nach dem Rennen nicht den Eindruck, dass er sich verletzt hätte. War es ihm zu heiß (wie übrigens auch vielen Zuschauern)? War der Boden zu trocken? Oder läuft er nur noch mit einer Reiterin im Sattel schnell? Cecilia Müller ist jedenfalls nach längerer Verletzung gerade wieder als Reiterin verfügbar. Wir wissen nicht, welche Ursache diese enttäuschende Leistung hatte. In solchen Fällen nimmt man dann wenigstens gern die 1,5 kg Nachlass im Handicap vom Ausgleicher entgegen. Sieger des Rennens war übrigens ASALEEB.

Noch schlechter gestaltete sich der Auftritt von FORLITO am Freiag (1.7.22). Es hatte geregnet, der Boden war weich, und mit der Distanz von 2800 m probierte Trainer Toni Potters mal etwas Neues aus. Maxim Pecheur dirigierte FORLITO gleich nach dem Start an die dritte Stelle, die er bis zum Schlussbogen verteidigte. Dann war sein Akku derart leer, dass er fast ruckartig an das Ende des Feldes zurückfiel und als Letzter der 11 Teilnehmer durch das Ziel trudelte.
Es gewann ANTON VON MARLOW vor RAJA und ROXALAGU. Auch in Rennkondition und ohne "dicken Bauch" ist FORLITO einfach ein so schweres Pferd, dass ihm das Schnelllaufen schwerfällt. In Bad Harzburg können wir ihn dann vielleicht wieder über Hindernisse sehen.


26. Juni 2022 - Derby-Woche: FREAK auf der richtigen DIstanz - FREAKY LOVE braucht Routine

Am ersten Tag (26.6.2022) der diesjährigen Derby-Woche in Hamburg-Horn sah man zwei Silbereiche-"Zöglinge" auf der Bahn. Während sich die Erwartungen an das Lebensdebut der 3-jährigen FREAKY LOVE sehr in Grenze hielten, ruhten auf FREAK bei seinem ersten Start im Ausgleich und erstmals in diesem Jahr auf der Meile größere Hoffnungen, zumal der Jockeychampion Bauyrzhan Murzabayev im Sattel saß. Und FREAK erfüllte sozusagen nicht die Träume (Sieg), sondern die Erwartungen (Platz).
Aus der Box heraus geht es über 1600 m schneller zur Sache als in den letzten 2000 m-Rennen, FREAK wirkte dabei nicht so spritzig und Jockey Murzabayev platzierte ihn eher im zweiten Drittel des 9 Pferde-Feldes. Eingangs der Zielgeraden waren fast alle Pferde auf einer Linie. Für FREAK wählte sein Jockey eine innere Spur. Es dauerte ein bisschen, bis FREAK in Gang kam, aber dann zeigte der NEATICO-Sohn eine schöne Speedleistung. Leider kam ihm in dieser Phase noch der nachlassende STANLEY DALEY etwas in die Spur, aber Jockey Murzabayev löste dieses Problem auf sehr robuste Weise. Im Grunde konnte er aber immer weiterreiten, so dass diese Passage vermutlich nicht rennentscheidend war. Im Ziel musste sich FREAK nur um eine Länge gegen das um einen Kopf getrennte Pärchen MÄUSESCHWÄNZCHEN (der Favoritin) und COMPULSIVE geschlagen geben. Dahinter war 2 1/2 Längen Luft zu APPLE VALLEY. Für den dritten Platz gab es 1050 Euro.
Gesundheit vorausgesetzt steht FREAK in den nächsten Rennen zum Sieg, denn mit der Meile scheint nun die richtige Distanz gefunden zu sein. Ob es auch noch kürzer geht, wird sich zeigen; ob es sinnvoll ist, FREAK im Superhandicap in Bad Harzburg (nächste Nennung) über 1850 m zu satteln, ist schwer zu beantworten, denn die Bahn im Harz hat einen ganz anderen Charakter als die üblichen Bahnen mit den langen Linien.

Eine halbe Stunde später absolvierte FREAKS rechte Schwester FREAKY LOVE ihr Lebensdebut und dieses erinnerte sehr an den ersten Start von FELLOW, womit nicht gesagt werden soll, dass sie den nächsten Start gewinnt. In jedem Fall hatte fREAKY LOVE an jeder Ecke Probleme, war auch sonst kaum in der Lage, eine ruhige Spur zu halten. Jockey Martin Seidl hatte auf der 1800 m-Distanz viel zu tun. In der Zielgeraden hatte sie dann keine Kraftreserven mehr und trudelte als Letzte der 10 Starter über die LInie. Das sei ihr geschenkt - es war heute für die Stute ein Start, um Routine zu sammeln.


18. Juni 2022 - Welches Rennen könnte denn FORLITO auf der Flachen gewinnen?

Eine einfache Frage. Der heutige Start (19.6.22) in Dresden hat auf diese Frage keine erhellende Antwort gebracht. Es ging im Ausgleich IV (+10) heute über 1900 m, Mirko Sanna saß im Sattel. FORLITO startete bei festem Boden aus einer der beantragten äußeren Startboxen. Im ersten Bogen war er 9-ter von 11 Startern. Gegenüber rückte er noch ein bisschen auf, um im Schlussbogen mit viel Schwung und Einsatz des Jockeys, der sich sein Reitgeld bestimmt verdient hat, sogar an 6. Stelle aufzutauchen. Alle dachten: Jetzt geht es los! Die Zielgerade steuerte er in äußeren Spuren an. Aber dann ... kam nicht mehr viel. Im Ziel war er Drittletzter, nicht übermäßig weit geschlagen, aber doch fernab von einem Geldgewinn (heute gab es 6 Platzgelder in Dresden).
Liegt es an der Distanz, am Boden oder fehlt ihm einfach die Klasse auf der Flachen? Aktuell gibt es gegen die fehlende Klasse keine Beweise ...
Deshalb muss man sich auf Starts auf der Hindernis- oder Jagdbahn freuen. Vielleicht ist es schon beim nächsten Start in Bad Harzburg soweit. Dabei bleibt die spannende Frage, ob FORLITO ein Hürden- oder Jagdrennen bestreiten wird. Nachdem im letzten Jahr schon ein Hürdenrennen im Harz eine Verletzungspause nach sich zog, kann man nur hoffen, dass FORLITO in diesem Jahr von Verletzungen verschont bleibt. Wir wünschen dem Trainer ein glückliches Händchen bei der Auswahl von Rennen und Reiter!


06. Juni 2022 - FREYTAG kündigt sich in Köln an

Für viele Amateur-Reiterinnen ist es schwierig, auch mal mit mit einem besseren Pferd ein Rennen bestreiten zu können. Auch Toni Potters' Tochter Marissa ritt bisher weitgehend Ausgleich IV-Pferde, mit FREYTAG hatte sie heute am Pfingstmontag in Köln erstmals ein erprobtes Ausgleich III-Pferd in Regie.
FREYTAGs Form war sicherlich nicht nach dem Starkregen-Renntag in Hannover am 20.5.22 zu beurteilen. Im Endeffekt war der heutige Tag eine klare Ansage an die Konkurrenz 3 - 4 Wochen vor Beginn der Hamburger Derby-Woche: "Ich bin wieder da!".
FREYTAG fabd sich nach dem Start schnell am Ende des Feldes wieder. Mit dieser Taktik hat FREYTAG auch schon Rennen gewonnen, aber eingangs der Zielgeraden war klar: Mit diesem großen Abstand zur Spitze würde er heute dieses Rennen nicht gewinnen. Aber Marissa Potters nahm FREYTAG ganz nach außen und und ritt dann ein schönes Finish, zum Teil mit Anlehnung an die Außenrails. Im Ziel sprang dann im 10-er Feld Platz 5 heraus und der war immerhin noch mit 350 EURO dotiert.
Zu Platz 4 (DER PRINCE) war es nur ein geringer Abstand, allein die ersten Drei SHYMAY, DEGAS und PAREIAS PRINCE waren etwas weiter voraus: 1 - 2 - 3 Längen.
Was man von einer Amateurrennreiterin mit begrenzter Erfahrung nicht ungedingt erwarten kann: MIt etwas mehr Übersicht, was den Abstand zum Piloten während des Rennens betrifft, und vielleicht auch mit einem etwas kräftigerem Zupacken im Finish ist FREYTAG nach der heutigen Form beim nächsten Start ein Kandidat für die vorderen Plätze.


06. Juni 2022 - Für FREAK war es offensichtlcih wieder zu lang

Für FREAK war der Auftritt in Hannover am Pfingstmontag (6.6.22) über die 2000 m offesichtlich wieder zu lang. Er hielt sich mit Leon Wolff (2 kg ErlaubniS) in einem 11-er Feld zuerst gut und lag meistens an dritter Stelle des Feldes. In der Zielgeraden konnte er die Angriffe einiger Konkurrenten nicht abwehren, weil er nur noch in der Lage war, sein Tempo weiterzugehen. ZUm Schluss waren es gut 8 Längen zum Sieger LIPS OF SOLDIER, der den Stallgefährten OAKLEY in Schach hielt. Dahinter waren es 2,5 Längen zu SHINING MAC, PRIMOROSA und SANDINGHAM, die fast in Linie über die Ziellinie galoppierten. Wiederum 4 Längen dahinter gab es vier Pferde, die fast gleichzeitig die Ziellinie überquerten: MANJARO, ANARCHIST; FREAK udn WHISKEY CREEK. FREAK belegte also Platz 8.
Jetzt gibt es für FREAK am morgigen Dienstag die erste Bewertung im GAG. Egal wie diese ausfällt, es würde den Chronisten schon sehr wundern, wenn FREAK nicht über die Meile zu besseren Leistungen fähig ist. Eine erste Prüfung dieser These könnte am ersten sonntag der Derby-Woche in Hamburg erfolgen., dort har FREAK eine Nennung im Ausgleich IV.


05. Juni 2022 - FOOTLOOSE läuft unter eher unglücklichen Umständen

3,5 k Aufgewicht für einen fast überlegenen Sieg waren nicht zuviel. So war auch für den Folgestart am Pfingstsonntag in Saarbrücken Optimismus angesagt.
FOOTLOOSE passte haargenau in das Haupterereignis des Tages, einen Ausgleich III (-6) über 1900 m. Shuichi Terachi wurde wieder angegiert und konnte 4 kg Erlaubnis mitbringen. Das passte alles und so äußerte sich auch Sven Schleppi vor dem Rennen im Rennbahninterview: "Ein Platzpferd ist sie allemal wieder."
Doch andere Umstände vermasselten FOOTLOOSE ein besseres Ergebnis als Platz 6: Eine knappe Stunde vor dem Rennen fing es an, recht stark zu regnen. FOOTLOOSE kann auch weichen Boden - das hat sie oft genug bewiesen. Doch von der Spitze aus muss das Geläuf schnell sein - und das war es nicht mehr. FOOTLOOSE eroberte also schnell die Pilotenposition im 9-er-Feld, doch ausgangs der letzten Runde erfolgte der zweite Störfaktor für ein gutes Ergebnis. NUMERION wurde abrupt an die Spitze gesteuert, mehrere Pferde folgten ihr - und das mag FOOTLOOSE nicht. Denn in der Zielgeraden geht sie zwar ihr Tempo weiter, aber viel Kraft zum Kontern von Angriffen hat sie dann nicht mehr. NUMERION profitierte von der "Idee" ihrer Reiterin und gewann, dahinter platzierten sich der Außenseiter QUILAMY und die Favoriten DORMIO und AMARANTO sowie die bahnerprobte SINDRA. Platz 6 blieb für FOOTLOOSE, dahinter waren nur noch der auf zu langer Strecke laufende PRINCE PERCIVAL und die beiden überforderten ANNA BELLE und PUNDARA.
Bei einem anderem Rennverlauf kann FOOTLOOSE auch mit dem neuen Gewicht noch ein paar schöne PLatzgelder sammeln, für einen weiteren Sieg wird es schwer. So langsam neigt sich aber ihre Rennkarriere dem Ende entgegen.


30. Mai 2022 - Verrückte Decksaison: Blitzwechsel der Mutterstute

40 Jahre lang lief eigentlich alles immer "wie geplant" in der Silbereiche-Zucht. Von FREYA, die noch 2021 mit FREIGEIST ein Bilderbuch-Hengstfohlen nach BEST SOLUTION gebracht hatte, wusste man, dass sie mit zunehmender Athrose zu kämpfen hatte, aber für die Decksaison 2022 gaben die Tierärzte grünes Licht. Bei der Herbstuntersuchung 2021 empfahl das Ärzte-Team der TiHo Hannover, FREYA mit einer Scheidenplastik auszustatten, auch das wurde Anfang 2022 vollzogen. Und mit POLISH VULCANO wartete 2022 im Gestüt Idee ein junger Hengst auf die Stute, der bei nur wenigen geprüften Nachkommen bereits den Gruppe III-Sieger SIR POLSKI auf der Bahn hatte.
Doch in der Vorbereitung auf die Bedeckung zeigte sich FREYA gleich gegen drei verschiedene Antibiotika-Kuren resistent. Was tun? Die Decksaison ging inzwischen schon in das letzte Viertel. Um FREYA zuchttauglich zu bekommen, waren offensichtlich größere Anstrengungen der Tiermediziner notwendig - wenn diese überhaupt aussichtsreich hätten sein können.
Schweren Herzens entschloss sich der "Stall Silbereiche", FREYA aus der Zucht zu nehmen. Für die AREION-Stute wird ab sofort ein Platz als Beistellpferd gesucht. Im Gegensatz zum Verhalten im Rennstall hat sie sich im Gestüt von Anfang an als sehr umgänglich gezeigt. Auf Grund der Athrose wird sie als Reitpferd kaum noch zu nutzen sein, als Pferd ohne besondere Aufgaben kann sie aber - auch oder gerade in der Freilandhaltung - ihre weitere Bestimmung finden.
Den Sprung zu POLISH VULCANO hat die Silbereiche-Zucht aber trotzdem wahrgenommen. Aus dem Bestand des Gestüts Hof Castanea, wo die Silbereiche-Zucht aktuell auch beheimatet ist, erwarb man OSCURA BELLA, eine VATORI-Stute aus der OXALAGUNA und damit Halbschwester zu OVAMBO QUEEN, Gruppe II- und mehrfache Gruppe III- und LR-Siegerin. OSCURA BELLA war keine Leuchte auf der Rennbahn, gewann aber immerhin 4-jährig ein Rennen. In der Zucht hatte sie mit ihrem Erstling viel Verletzungspech, ihr zweites Fohlen OSIRIS hat unter Marco Klein schon gewonnen und ist laut Trainer noch zu Höherem berufen. Und ihr drittes Fohlen OSITO - aktuell zwei Jahre alt - genießt bei Toni Potters einen guten Ruf. Die Silbereiche-Mitglieder sind zuversichtlich, mit der Mutter-Linie des Rietberger Ausnahmepferdes OXALAGU einen guten Griff getan zu haben. OSCURA BELLA ist genauso alt wie FREYA, nämlich 12 Jahre, im Gegensatz zu dieser aber eine durchgezüchtete Steherin. Am 20. Mai wurde sie zuletzt von POLISH VULCANO gedeckt.



29. Mai 2022 - FELLOWs Siegeserie wurde in Baden-Baden abrupt gestoppt.

Der Auftritt von FELLOW am Schlusstag des Frühjahrs-Meetings (29. Mai) endete mit einer Enttäuschung: FELLOW - zweiter Favorit - endete im Ausgleich II mit Rene Piechulek nur auf Platz 6 von 10 Startern.
Gewonnen hat dieses Rennen über 2000 m THE CONQUEROR, Runner-Up zu FELLOW bei seinem letzten Sieg in Düsseldorf. FELLOW trug nun 3,5 kg mehr, aber das rechtfertigt nicht die fast 11 Längen Abstand zu THE CONQUEROR, der dieses Rennen mit fast 4 Längen Vorsprung überlegen gewann. Was war passiert?
Erinnern wir uns an den Baden-Baden-Auftritt von FREYTAG beim letzten Großen Meeting 2021: Erstmals musste FREYTAG bei einem Rennen auswärts übernachten - und das hat das "Sensibelchen" richtig übel genommen und mit einer Leistungsverweigerung unterstrichen. Das könnte auch bei FELLOW heute eine Rolle gespielt haben. Wahrscheinlicher als Hauptursache für die deftige Niederlage ist aber die Diagnose von Rennbahnmoderator Daniel Delius. FELLOW und sein Reiter nahmen das Tempo von KOFFI STAR an der Spitze an und legten sich dahinter - doch das Tempo war zu schnell. Ähnliches war am Vortag schon SILUTO passiert, da saß Champion Murzabayev im Sattel. Diese Top-Reiter haben offensichtlich trotz ihrer langjährigen Routine immer noch nicht das Gefühl dafür, wenn ein Rennen zu schnell angegangen wird. Besser machte es z.B. Andrasch Starke im Gruppe II-Rennen des Tages, als er mit dem ständigen Frontrenner ALTER ADLER an letzter Stelle blieb, da das Tempo im Rennen zu hoch war. Im Ziel war ALTER ADLER überlegen vorn.
Jedenfalls zeigte FELLOW eingangs der Zielgeraden keinen durchschlagenden Angriff mehr. Immerhin hielt er sich als Sechster von 10 Startern noch ganz passabel. THE CONQUEROR verwies die weiteren Speedpferde SOUL DANCER und AMARETTO auf die Plätze - das alles mit großen Abständen. Zum Vierten PRINCE OLIVER waren es bis zu FELLOW auf Platz 6 dann nur noch zwei Längen.
Ich kann mir kaum vorstellen, dass FELLOW beim nächsten Start (vermutlich beim Derby-Meeting in Hamburg auch im Ausgleich II) derart geschlagen durch das Ziel gehen wird. Dafür hat er in Düsseldorf zu leicht gewonnen.
Kommen wir noch zum Boden: Der war für den Geschmack von FELLOW noch zu fest, aber immerhin hatte es am Vormittag 6 - 7 Liter pro Quadratmeter geregnet. Und nachts wurde das Geläuf auch noch für 10 Minuten beregnet. Zum Renntag schien natürlich wieder die Sonne. Auch das war nicht zum Vorteil für FELLOW, aber trotzdem nicht die entscheidende Begründung.
NAch den vier grandiosen Siegen in Folge ist FELLOW nun in der Phase, in der die Betreuer ubd Reiter seine Vorlieben kennenlernen müssen. Hat er vielleicht auch Speed und kann aus dem Hintertreffen kommen? Wenn diese "Geheimnisse" gelüftet sind, wird er auch mit seinem aktuellen GAG von 74,5 kg gut zurechtkommen und sogar diese Marke zu steigern wissen.
Natürlich kann man alles auch "abergäubisch" sehen: Während beim Derby-Meeting in Hamburg die Silbereiche-Zöglinge schon viele Erfolge feiern konnten, gab es in Baden-Baden immer viele Enttäuschungen. Das mag sein, aber so wird eine Interpretation der Umstände nie lösungsorientiert sein ...



21. Mai 2022 - FREAK auf dem Weg in den Ausgleich

Sieglosen-Rennen sind immer schwer zu entschlüsseln. Wie ist der Konditionszustand der Pferde. Wer ist ist auf eine niedrige GAG-Marke aus? FREAK lief mit Michael Cadeddu am heutigen 21. Mai in einem solchen Rennen über 2000 m gegen fünf Gegner. Unter diesen war sein Stallgefährte SOMBRERO nach Vorleistungen der eindeutige Favorit, denn bereits 3-jährig hatte er mit Platzierungen Leistungen gezeigt, die einer GAG-Marke von annähernd 60 kg entsprachen. Deshalb wird das Aufgewicht für den heutigen Sieg - SOMBRERO gewann leicht mit fast drei Längen - dem Wallach nicht weh tun. Dahinter wertete WALDNYMPHE das Rennen etwas ab, denn die Stute steht im GAG bei aktuell 52 kg. Auf den weiteren Plätzen landeten mit WELAN und FURIOSO Pferde, die konditionell nicht zu beurteilen waren und die vielleicht von einem niedrigen GAG aus wieder durchstarten werden. Ähnlich undurchsichtig bleibt die Leistung von FREAK, der ca. 6 Längen hinter dem siegreichen Stallgefährten in einem mäßig besetzten Rennen nicht schlecht lief. Immerhin wurde er nur mit den Händen geritten. Vielleicht war die heutige Distanz (2000 m) immer noch zu weit, wahrscheinlich fehlte immer noch Kondition. Was FREAK wirklich kann, darf er im Ausgleich über 1800 m in Hamburg oder in Super-Handicap über 1850 m in Bad Harzburg zeigen. Für diese Rennen ist er bereits genannt. Ambitionen sind also vorhanden.


20. Mai 2022 - FREYTAG und FORLITO versinken im hannoverschen Sumpf

Der After-Work-Renntag am 20. Mai auf der Neuen Bult in Hannover-Langenhagen gegann mit viel Sonne, doch es gab bereits tagszuvor Unwetterwarnungen für die Abendstunden der Veranstaltung. Diese sollten sich leider bewahrheiten: Zum 5. Rennen gewann es zu regnen. Daraus wurde dann innerhalb kurzer Zeit Starkregen. Als FREYTAG mit Sibille Vogt gegen 18.30 Uhr im 6. Rennen, einem Viererwette-Rennen über 1400 m, in die Boxen rückte, war das Geläuf an vielen Stellen tief. FREYTAG galoppierte im Mitteltreffen der 14 Starter mit und belegte am Schluss Platz 9 - diese Rahmenbedingungen mag er nicht. Das Rennen gewann der Bodenspezialist LIBERTADORE.
Ähnliche Voraussetzungen wie FREYTAG hatte 1 1/2 Stunden FORLITO, nur die "Starkdusche" von oben war inzwischen abgestellt. Nach Form hatte FORLITO (mit Mirko Sanna) keine Chance, trotzdem hofften wohl einige Anhänger bei solchen Extrembedingungen auf eine Sensation, denn FORLITO war bei weitem nicht der längste Außenseiter. Aus der gewünschten äußeren Startbox 16 heraus suchte auch FORLITO einen Platz im Mittelfeld, vor dem Schlussbogen rückte er sogar vielversprechend auf. Aber spätestens eingangs der Zielgeraden hatte er seine Trümpfe ausgespielt und verabschiedete sich aus dem Vordertreffen. Im Ziel endete er auf Platz 10 von 15 Startern. Das Rennen gewann SECOND SIGHT mit sieben Längen Vorsprung.
Alles in allem läuft es aktuell für die beiden Silbereiche-Schützlinge von Trainer Toni Potters nicht glücklich. FORLITO wurde einmal wegen zu hoher Starterzahl aus dem Rennen ausgeschlossen, FREYTAG litt unter dem Abbruch des Renntags in Dresden, und nun durften beide auf "Sumpf"-Boden in Hannover antreten. Aber soviel Pech auf einmal hört auch irgendwann auch wieder auf und wenigstens FREYTAG sollte auch vom Nachlass im GAG profitieren.


14. Mai 2022 - FELLOW in Düsseldorf: Immer höher im GAG

Auch bei seinem ersten Auftritt im Ausgleich II am 14. Mai in Düsseldorf über 2200 m strapazierte FELLOW die Nerven seiner Fans nur geringfügig. Sein Reiter Rene Piechulek (wie beim letzten Start) fand unter den sechs Gegnern in SMUDO ein dankbares Führpferd, FELLOW platzierte sich dahinter. Auch in der Zielgeraden gab SMUDO zuerst nicht nach. Rene Piechulek musste nun erstmals stärker bei FELLOW nachfragen, aber dann hatte er SMUDO im Griff und gewann sicher mit 1 1/2 Längen gegen den zweiten Favoriten THE CONQUEROR, der SMUDO den Ehrenrang auf der Linie noch mit einem "kurzen Kopf" wegschnappte. Für den Sieg gab es 5.500 Euro. Mit 27:10 rangierte FELLOW in der Gunst der Wetter ganz vorn.
Ist FELLOW nun langsam im Ausgleich erfasst? Trainer und Jockey meinten übereinstimmend nach dem Rennen, dass FELLOW schnelles Geläuf wie heute in Düsseldorf nicht so sehr mag wie etwas griffigeren Boden. Zu einem sicheren Sieg hat es trotzdem gereicht. Das deutet darauf hin, dass er bei passenden Bedingungen auch im Ausgleich I zurecht kommen wird und - mit 3,5 kg Aufgewicht für den heutigen Sieg - auch bei seinem nächsten Start am 29. Mai im Ausgleich II in Baden-Baden eine scharfe Klinge schlagen wird. Schließlich hat sein heutiger Runner.Up, THE CONQUEROR, bereits eine Nennung im Gruppe III-Rennen erhalten.



08. Mai 2022 - 2x im Glück und trotzdem verdient: FOOTLOOSE gewinnt in Mannheim

Der Sieg von FOOTLÖOSE am heutigen Muttertag (8. Mai) war wieder einmal ein Beispiel dafür, von welchen Kleinigkeiten Erfolg und Misserfolg im Galopprennensport abhängen. Während Toni Potters mit FREYTAG am gestrigen Tag aus Dresden unverrichteter Dinge wieder nach Hause reisen musste, weil der Renntag wegen gefährlicher Stellen auf dem Geläuf nach dem 1. Rennen abgesagt wurde, "umschiffte" FOOTLOOSE in Mannheim ähnliche Ereignisse mit Glück und Geschick.
FOOTLOOSE war für den Ausgleich III genannt, doch dieses Rennen war sehr gut zuammengekommen, und Trainer Sven Schleppi wechselte in den schwächer besetzten Ausgleich IV (+3) über die gleiche Distanz von 1900 m. Das sehr hohe Gewicht von 63 kg wurde mit der Verpflichtung von Shuichi Terachi (5 kg Erlaubnis), den Azubi von Peter Schiergen, kompensiert. Als Doppelsieger beim letzten Mannheimer Renntag konnte man dem jungen Jockey eine gute Bahnkenntnis nicht absprechen.
Während der Ausgleich III den Renntag abschloss, durfte FOOTLOOSE nun im Ausgleich IV im 1. Rennen des Tages starten. Favorit war Lucky Lips, dem FOOTLOOSE bereits zweimal unterlegen war, mit 30:10, dahinter setzten die Wetter ihr Geld auch auf FOOTLOOSE (56:10). Und mit dem Start des Rennens begann eine kleine Geschichte, bei der nach der überlegten Umdisposition auch die Glücksgöttin Fortuna ihre Finger im SPiel hatte. FOOTLOOSE bekam nach zwei Rennen endlich wieder einmal die Spitze und konnte das Tempo für ihre Belange gestalten. Vor allem das Fuhrmann-Duo ALARGEDRAM und PICNIC EN VILLE versuchte, den Abstand zu FOOTLOOSE klein zu halten, während der Favorit LUCKY LIPS erst einmal am Ende des 8 Pferde-Felde blieb. Zu Beginn der letzten Runde ausgangs des Zielbogens passierte es: LUCKY LIPS rutschte auf einer durch den Morgentau glitschig gewordenen Stelle weg und verlor den Reiter, Damit waren die Weichen für einen Sieg von FOOTLOOSE, denn ALARGEDRAM (3.) und PICNIC EN VILLE (4.) mussten in der Zielgeraden FOOTLOOSE ziehen lassen und durch den späten Angriff der Zweiten HEATHERDOWN war die Stute nie gefährdet.
Überlegen 5 1/2 Längen lautete der Richterspruch für den Silbereiche-Sieg Nr. 121. FOOTLOOSE gewann 2.500 Euro und steigerte ihre Lebensgewinnsumme auf über 40.000 Euro. Und das Beste: Wenn am Montagmittag der Ausgleicher seine Kilos verteilt, wird FOOTLOOSE mit einiger Sicherheit die höchste Einschätzung haben, die sie je in ihrer Rennlaufbahn hatte - und das im Alter von stolzen 9 Jahren!
Mit dem Sturz des Jockeys ihres schärfsten Konkurrenten LUCKY LIPS hatte FOOTLOOSE schon ein bisschen Glück gehabt. Aber nach einem Sturz im 2. Rennen an gleicher Stelle sagte die Rennleitung aus ähnlichen Gründen wie am Vortag in Dresden die weiteren Rennen ab. Im Ausgleich III wäre sie heute nie gelaufen ...


30. April 2022 - Das Leistungsvermögen von FREAK verbleibt im Dunklen ...

Keine neuen Erkenntnisse brachte heute das Jahresdebut von FREAK nach fast zwei Jahren Rennpause in Mülheim in einem Rennen Rennen für 4-jährige sieglose über 2100 m. Mit zwei Jahren trat er als zumindest hoffungsvoller Zweijähriger an. Eine Erkältung vermasselte ihm eine bessere Leistung.
Heute in Mülheim mit Alexander Pietsch im Sattel hatte er keine Probleme, das Rennen an dritter Stelle mit seinem Stallgefährten SHANO an der Spitze und dem Derby-Siebten SKY OUT dahinter mitzugehen. Erst als es in die Zielgerade ging, verließen FREAK die Kräfte. Hinter SKY OUT, der überlegen gewann, waren seine Stallgefährten SHANO und SOMBRERO die Stärksten, Während FREAK auf dem drittletzten Platz (Platz 7 von 9) eintrudelte. Natürlich nicht mehr groß angefasst im Einlauf, aber eben auch chancenlos. Schon im Vorfeld mochte man einschätzen, dass die Platzierten hinter SKY OUT AUsgleich III- bis "Ausgleich V-Klasse" vertreten. Nach der heutigen Leistung gehört FREAK zu den Schlechten im Ausgleich IV.
Aber mit mehr Kondition und ggf. auch auf kürzeren Distanzen sollte er auf Dauer mehr zeigen und die Abgabe der ambitionierten Nennungen in Baden-Baden und im Super-Handicap in Bad Harzburg rechtfertigen.



29. April 2022 - FOOTLOOSE in einem überpaceten Rennen

Nur sieben Starter traten in einem Agl. IV (+2) über 1800 m in Zweibrücken an, der mit 8000 Euro geradezu grandios prämiert war. Einer davon war FOOTLOOSE mit Nina Wagner, die aber in der Gunst der Wetter nur letzte Außenseiterin (153:10) war. Das lag einerseits an dem haushohen Favoriten EAT THE DUST, aber auch die übrigen Kandidaten, die zum ersten Mal in Zweibrücken liefen, begleiteten einige Hoffnungen. VALLE DARSIM schlug zu Beginn des Rennen erst einmal einen flotten Takt an. Dass sich FOOTLOOSE bei diesem Tempo erst an 4. Stelle im Feld einreihte, besagt alles. Derart schnell gelaufene Rennen mag die Stute nicht, sie geht lieber ihr Tempo und hält das dann auch durch. Auch der Favorit EAT the DUST, der Mitte des Rennens meinte, VALLE DARSIM auf den Zahn fühlen zu können, scheiterte am Tempo und blieb im Ziel sogar außerhalb der Geldränge und 1 Länge hinter FOOTLOOSE. Zum Schluss waren die geschonten Pferde vorn: CHIPPING AWAY aus dem Recke-Stall gewann vor MR VIRTOUSO, dahinter hielt sich der Tempomacher VALLE DARSIM sehr gut. FEUERBLUME "klaute" im Einlauf FOOTLOOSE noch das 4. Geld. Auf Platz 5 verdiente die Stute immerhin noch 400 Euro.
Die etwas kurze Pause seit dem letzten Start am Ostersonntag mag für FOOTLOOSE vielleicht auch nicht optimal gewesen sein, war aber in diesem Rennen gewiss nicht rennentscheidend.


24. April 2022 - Unauffälliges Saisondebut von FREYTAG

Einen Tag vorher, an dem FREYTAG eigentlich in Magdeburg laufen sollte, war Trainer Toni Potters der Boden für den SANTIAGO-Sohn und vor allem für einige Trainingsgefährten wie FORLITO zu fest. Während es für FORLITO an diesem Wochenende keine Alternative gab, lief FREYTAG in Krefeld über 1300 m in einem Agl. III (-9). Im Sattel saß Sibylle Vogt. FREYTAG blieb vom Start weg im hinteren Mitteltreffen der 9 Starter. Auch in der Zielgeraden machte FRYTAG keine Ambitionen geltend und wurde Vorletzter. Vermutlich durfte der Wallach in diesem Winter eine etwas längere Winterpause genießen als im Vorjahr. Der heutige Start brachte ihm nicht nur Kondition, sondern auch noch 1 kg Nachlass im Handicap.


18. April 2022 - Leicht wird FELLOW seiner Favoriten-Rolle gerecht

Es sind eher die Rennen, die der Autor nicht so gern mag: Favorit im Ausgleich III, 33:10; in den meisten Fällen werden diese Pferde geschlagen. Die Angst vor der Niederlage beeinträchtigt irgendwie die Stimmung. Bei sachlicher Betrachtung ist es aber besser, einen Favoriten im Ausgleich zu haben, als einen Außenseiter. denn ein oder zwei Rennen später gewinnt dieser dann ein anderes Rennen.
Bei FELLOW waren Angstgefühle völlig unangebracht, als er am Ostermontag in Köln im Ausgleich III (-8) erstmals unter Arc-Sieger Rene Piechulek gegen 6 Gegner antrat. Erstmals ging es über 2200 m, erstmals war der Boden gut. Die Frage "Kann er das auch?" war also durchaus berechtigt. Aber in dieser Klasse kann FELLOW erst einmal Alles. Mit der tschechischen St. Leger-Siegerin VIVIENNE WELLS, der späteren Zweiten, fand FELLOW ein passendes Führpferd. In der Zielgeraden wurde der Wallach dann kurz vom Reiter zusammengestellt. Je näher das Ziel kam, desto leichter löste sich FELLOW von VIVIENNE WELLS, im Ziel waren es 3 1/2 Längen. Von hinten kam nichts, bis zum Dritten DYNAMITE STAR waren es noch einmal 1 1/4 Längen und ein weiterer Hals zu MEADOWSWEET. Und wieder äußerte sich sein Siegreiter nach dem Rennen wie schon Martin Seidl beim zweiten Sieg in Mülheim: "Der hat noch Luft nach oben."
FELLOW gewann 3500 Euro und bekam 4,5 kg Aufgewicht. Mit 71 kg steht er jetzt im Ausgleich II. Es war Sieg Nr. 120 für die Silbereiche-Zucht und die Gesamtgewinnsumme aller "Zöglinge" hat nun die 700.000-Euro-Marke überschritten.
Und Trainer Dr. Andreas Bolte setzte der ganzen Euphorie nach dem Start noch ein Sahnehäuptchen drauf: Wegen einer kleinen Verletzung im Vorfeld des Rennens war er vorher nur gedämpft optimistisch, dem POMELLATO-Sohn fehlten einige "Prozente" an einer optimalen Vorbereitung ...


17. April 2022 - Und wieder eine feine Leistung: FOOTLOOSE am Ostersonntag in Saarbrücken

Und auch in Saarbrücken im gut dotierten Lotto-Preis (Agl. III über 1900 m) am Ostersonntag zeigte FOOTLOOSE wieder eine feine Leistung. Es liefen zwar nur sieben Pferde, aber das Rennen war gut besetzt. In der Befragung der Trainer vor dem Rennen kristallisierten sich drei Wett-Tipps heraus: DORMIO, SAPHIRA DREAM und SINDRA, also gehörte FOOTLOOSE nicht einmal zu den "Gemeinten". Und dabei stand sie auch noch vor einer neuen Aufgabe: Erstmals seit vielen, vielen Rennen übernahm sie nicht die Pilotenposition, da DORMIO diese auch gerne haben wollte. Rechtzeitig entschied sich Alexander Pietsch, gegenüber Anna van den Trost klein beizugeben, bevor beide sich das Rennen gegenseitig kaputt gemacht hätten.

Früher hätte FOOTLOOSE an diesem Verlust der Pilotenrolle arg zu knabbern gehabt. Aber nun mit 9 Jahren weiß sie auch diese Situation zu meistern. DORMIO steuerte von der Spitze zwar einen lockeren Sieg an (3 Längen), doch auch FOOTLOOSE verteidigte ihren 2. Platz mit viel Kampfgeist. Der Lohn war eine dicke Platzprämie von 1.700 Euro. Vor allem SAPHIRA DREAM wehrte sie für den 2. Platz sicher ab, dahinter wurde es eng zum Außenseiter ARADOUS, SINDRA und ALL TALK 'N NO DO. Nur LEX LUTHOR, dem diese Bahn wohl nicht so liegt, fiel aus dem Rennen.

Am nächsten Sonntag gibt es in Zweibrücken schon wieder eine neue - nur unwesentlich geringer dotierte - Chance für FOOTLOOSE. Schauen wir mal.


03. April 2022 - Ermunternder Saisonauftakt für die Silbereiche-Zucht durch FOOTLOOSE

Die "alte Dame" FOOTLOOSE, inzwischen 9 Jahre alt, sollte nun am 1. April-Wochenende der erste Silbereiche-Zögling sein, der 2022 ein Rennen bestreitet. Auf der Waldrennbahn in Mannheim-Seckenheim traf FOOTLOOSE in einem Ausgleich IV (+6) über 1900 m auf 10 Gegner. Dem hohen Gewicht wurde entgegengewirkt, indem Trainer Sven Schleppi die Münchner Auszubildende Sarah Biessey (5 kg Erlaubnis) verpflichtete. Die junge Reiterin zeigte sich gerade in diesem Jahr von Woche zu Woche verbessert und kam bisher zu 20 Engagements, von denen sie 3 siegreich gestaltete.
Das Rennen hatte mit dem Smrzcek-Schützling EAT THE DUST einen haushohen Favoriten (22:10), der auch nicht enttäuschte und hochüberlegen mit 11 Längen gewann. Dahinter war auch die zweite Favoriten-Position mit LUCKY LIPS deutlich festgezurrt, dann folgte nach ZAMBALA (89:10) schon FOOTLOOSE (106:19), über die sich der Trainer in der Vorschau auf dieses Viererwette-Rennen sehr positiv äußerte.
FOOTLOOSE schaffte es so gerade bis zur ersten Kurve, wie gewohnt die Piloten-Position zu übernehmen, dahinter legten sich CANDY SWEET und die beiden Favoriten EAT THE DUST und LUCKY LIPS. Der Rest des Feldes war dann mehr oder weniger darum bemüht, dem Tempo von FOOTLOOSE an der Spitze zu folgen. Nicht so EAT THE DUST, der bereits bergab vor Erreichen der Zielgeraden "aus allen Nähten" platzte und die Spitze übernahm. Zu diesem Zeitpunkt hatte CANDY SWEET einen Schwächemoment. Auch LUCKY LIPS ging in der Zielgeraden mit 1 1/2 Längen an FOOTLOOSE vorbei, doch die MAMOOL-Tochter gab sich keineswegs geschlagen, sondern ging ihr Tempo weiter. So hatte sie keine Probleme, die wiedererstarkte CANDY SWEET 3 1/2 Längen zurück für den 3. Platz zu halten. Dahinter wurde es eng: Kurzer Kopf - Hals waren SUAVE MALI und ZAMBALA die Besten vom geschlagenen Rest.
FOOTLOOSE verdiente 750 Euro. Mit 60,5 kg steht sie im Handicap inzwischen etwas günstiger. Da sollte sie sich 2022 ein Rennen schnappen können, obwohl in solchen Rennen im Südwesten oftmals ein "Herausgucker" wie heute EAT THE DUST mitläuft.



04. Dezember 2021 - FREYTAG in Mülheim: Kein Happy End in 2021

FREYTAG war 2021 gewiss ein Aushängeschild für die Silbereiche-Zucht. Bis auf Baden-Baden zeigte er konstante Leistungen. Heute, am 4. Dezember 2021, hätte er seiner Gesamtleistung die Krone aufsetzen können. Und die Vorzeichen waren gut, denn vor einem Jahr legte er am korrespondierenden Renntag am Nikolaustag in Mülheim die Maidenschaft ab. Schon damals war der Boden weich bis schwer, ein Jahr später war die offizielle Bodenangabe "tief". Vielleicht war das auch der Grund, dass alle Hoffnungem heute vergebens waren. FREYTAG - mit seiner Lieblingsreiterin Cecilia Müller im Sattel - agierte ähnlich farblos wie in Baden-Baden, kam auch als zweiter Favorit nie ins Rennen und wurde Vorletzter im Feld der 10 Starter. Vielleicht gibt es auch andere Gründe, aber das soll seiner guten Saison keinen Abbruch tun.
Im Übrigen gewann das heutige Rennen die Favoritin WHYS WHYOMING aus dem Schiergen-Stall vor SEQANIA und PRINCE PERCIVAL. Wenn Toni Potters die heutige Leistung von FREYTAG nicht akzeptiert, kann er es noch einmal an einem ähnlich ausgeschiebenen Rennen am 2. Weihnachtsfeiertag in Mülheim versuchen. Ansonsten werden keine Silbereiche-Zöglinge mehr laufen. Deshalb wünschen wir schon heute Frohe Weihnachten und ein gesundes 2022!


23. Oktober 2021 - Nicht viele überholen FOOTLOOSE

Durch die Taktik des Gehens verdient sich FOOTLOOSE immer wieder schöne Platzgelder, gestern in Mannheim (am 23. Oktober) waren es FOOTLOOSE erneut 510 Euro durch einen schönen 4. Platz. Überhaupt scheint die Stute bei weichem Boden, den sie mag, noch effektiver zu sein, denn das weiche Geläuf eliminiert schon einige Gegner, die das Tempo von FOOTLOOSE an der Spitze gar nicht mitgehen können.
In Mannheim war es gestern wieder soweit: über 1900 m im Ausgleich III (-2) über 1900 m auf weichem Boden stellte FOOTLOOSE ihre Gegener wieder auf die Probe. Einer, der Favotit RUM TUM TUGGER, griff FOOTLOOSE bereits vor Erreichen der Zielgeraden an, ging locker an ihr vorbei und gewann locker mit 13 Längen. Zwei Gegner, PRETTY SOLDIER und LUCKY LIPS, stellten FOOTLOOSE in der Zielgeraden zum Kampf. Beide gingen locker an FOOTLOOSE vorbei mit 1 1/2 Längen bzw. einer weiteren Länge. Die restlichen 6 Starter hatten nie ausreichend Anschluss an FOOTLOOSE, um den Rückstand noch aufzuholen und bieben bei dem weichen Boden bis ins Ziel hinter ihr.
Es mag der letzte Auftritt der Sute in 2021 gewesen sein 5235 Euro sind für eine 8-jährige Ausgleich III-Stute keine schlechte Ausbeute. Vielleicht hängt sie ja noch ein Jahr dran.


10. Oktober 2021 - Der Silbereiche-Express rollt weiter: FREYTAG Zweiter in Köln

Zu einer gelungenen Karriere in den Ausgleichsrennen gehören auch zweite Plätze im Ausgleich - und gerade deshalb kann man mit dem heutigen Rennen (10.10.2021) von FREYTAG in einem Ausgleich III (-8) über 1200 m in Köln mit Siegaufgewicht sehr zufrieden sein.
Das Pikante an der Story dieses Rennens ist, dass Trainer Toni Potters für den heutigen Ritt wieder Cecilia Müller verpflichtet hatte, doch diese hatte mit OLIDAYA eine weitere Option, die sie auch wahrnahm (oder wahrnehmen musste?). So wurde für FREYTAG Adrie de Vries verpflichtet. OLIDAYA hingegen war zum Schluss hingegen das einzige Pferd, dem sich FREYTAG deutlich mit 3 3/4 Längen beugen musste.
Adrie de Vries blieb nach dem Start in äußerer Spur auf dem besseren Boden. Erst kurz vor dem ersten Bogen schrägte er nach innen und fand sich auch gleich an der Spitze des Feldes wieder. In der Zielgeraden ließ sich FREYTAG von seinem Jockey nach und nach in äußere Spuren "tragen", wo der Boden besser war. Erst 300 Meter vor dem Ziel kristallisierten sich zwei ernst zunehmende Gegner heraus: OLIDAYA und die Favoritin REINE DES FLEURS; der Rest des Feldes war für eine vordere Platzierung chancenlos. Während OLIDAYA leicht und rechtzeitig an FREYTAG vorbeiging, konnte der SANTIAGO-Sohn den Angriff der Auenquelle-Stute kontern und hielt den zweiten Platz mit einer halben Länge fest.
1400 Euro gab es als Prämie und das Rennen zeigte, dass FREYTAG auch mit dem neuen Gewicht in jedem Rennen eine scharfe Klinge schlagen kann.
Ob FREYTAG 2021 überhaupt noch einmal läuft, ist nach Studium der Ausschreibungen fraglich, denn es gibt vor dem Winter kaum noch passende Rennen - oder diese sind sehr schlecht dotiert. Allerdings ist das komplette Programm der restlichen Grasbahnrennen noch nicht veröffentlicht.
Gleiches gilt auch für das andere Silbereiche-Aushängeschild in diesem erfolgreichen Herbst, FELLOW. Die Hoffnungen auf eine erfolgreiche Saison 2022 wurden allerdings heute noch einmal kräftig "gepusht", als sein Runner-Up beim Überraschungssieg auf der Neuen Bult, SILUTO, an gleicher Stelle das Auktionsrennen gewann.


02. Oktober 2021 - FELLOW: Ein Traum beginnt langsam, wahr zu werden

Besonderes schöne oder schreckliche Ereignisse sachlich zu vermitteln, das fällt auch dem Chronisten manchmal schwer. Als FELLOW heute (2.10.2021) seine Gegner in einem Ausgleich III (-8 für 3-j.) über 2000 m in Mülheim leicht und locker stehen ließ, da hatte wohl mancher Silbereiche-Teilhaber Tränen der Freude in den Augen.
Fangen wir trotzdem sachlich an: Nach dem Überraschungs-Sieg von FELLOW gegen SILUTO in Hannover war der heutige Ausgleich III eine Standortbestimmung. Die Wetter trauten der hannoverschen Leistung nicht ganz, weshalb FELLOW für lohnende 81;10 an den Start ging. Martin Seidl saß im Sattel. Aus Startbox 1 hätte er mit FELLOW in jedem Fall die Spitzenposition übernehmen können, doch war bekannt, dass sein Stallgefährte SEA OF JOY (und Favorit des Rennens) das viel lieber macht. So ordnete sich der Jockey mit FELLOW hinter dem Stallgefährten innen an dritter Stelle ein. Ein bisschen hat FELLOW gepullt, aber nur ein bisschen. Martin Seidl hatte alles im Griff. In der Zielgreaden öffnete sich innen eine große Lücke, in die FELLOW sofort hineinstieß und die restlichen 7 Gegner dann auf 3 1/2 Längen distanzierte - und das waren durchaus formstarke Kandidaten. Die Abstände im Ziel hatten natürlich auch etwas mit dem inzwischen weichen Boden zu tun, doch in diesem Fall machte auch die Art und Weise von FELLOWs Finish viel Eindruck. Martin Seidl meinte nach dem Rennen, FELLOW macht alles noch spielerisch und sei gerade deshalb noch für einige Punkte gut. (Punkte = Siege; Anm. der Redaktion) Besser geht es nicht. Die Hoffnungen auf eine tolle Rennkarriere von FELLOW haben inzwischen beträchtliche Ausmaße erreicht. Ausgleich II? Ausgleich I? Oder gar Listen-Klasse? ...
So bleiben wir lieber am Boden und sagen: Hauptsache ist, er bleibt gesund!
Heute gab es erstmal wieder 3.500 Euro für den Sieg. Zweiter wurde übrigens TOM RED im Kampf vor SOVEREIGN STATE. Dahinter war wieder viel Luft.

Bereits am Freitag (1. 10. 2021) versuchte sich FOOTLOOSE auf der Sandbahn in Honzrath über 1450 m. Sand kann unsere "alte Dame", aber auf Gras ist sie doch ein bisschen besser - und das wurde auch nicht durch 5,5 kg niedrige Marke im Ausgleich ausgeglichen. Nach einem Rennen von der Spitze aus wurde FOOTLOOSE als Favoritin Dritte hinter FROSTED LASS und SUNBRIGHT und verdiente sich mit 350 Euro die "Reisekosten".


26. September 2021 - FOOTLOOSE: Mit neu gemischten Karten wieder Dritte!

Wenn im Südwesten Deutschlands die Galopprennpferde laufen, dann gehören Pferde wie EARL und FOOTLOOSE inzwischen zu den festen Startern, sie sind (fast) immer dabei. Trotzdem ist jedes Rennen immer wieder von neuem interessant, weil sich ein paar Gegebenheiten ändern - so wie heute (26. September 2021) der doch recht weiche Boden.
Was sich nicht ändert, ist die Taktik von FOOTLOOSE. Wie immer nahm sie - wieder mit Nina Wagner im Sattel - schon kurz nach dem Ziel die Spitze. Da FOOTLOOSE bekanntermaßen mit dem weichen Geläuf gut zurecht kommt, war ihr Tempo für einige der heute fünf Gegner schon eine Prüfung, die sie nicht alle bestanden. Vor allem der Mitfavorit OSIRIS war schnell geschlagen, auch PROPOLIA und ANNADIA schienen sich auf dem Boden nicht so wohl zu fühlen. Keine Probleme hatte EARL, der FOOTLOOSE nie aus den Augen verlor, bereits im Schlussbogen an ihr vorbeiging und dann einem hochüberlegeen 15 Längen-Sieg entgegengaloppierte. Dahinter blieb es spannend: LUCKY LIPS, ANNADIA und PROPOLIA versuchten in der Zielgeraden, den Abstand zu FOOTLOOSE zu verkürzen, doch FOOTLOOSE wird ja immer nur geringfügig langsamer. So gelang es nur LUCKY LIPS, kurz vor dem Ziel FOOTLOOSE mit einer 3/4-Länge für den 2. Platz zu distanzieren. ANNADIA, PROPOLIA und OSIRIS, der im Ziel wieder Anschluss hatte, blieben deutlich dahinter. FOOTLOOSE verdiente mit dem 3. Platz 900 Euro.
Im Vorjahr gewann das gleiche Rennen übrigens FOOTLOOSEs Stallgefährte SAN DIEGO überlegen vor EARL und FOOTLOOSE.
FOOTLOOSE hat nun neben den 34.455 Euro für ihre Besitzer auch über 5.200 Euro Züchterprämie für den Stall Silbereiche verdient. Ein dankbares Rennpferd, das sich auch im Alter von 8 Jahren nur langsam von ihrer ehemaligen Bestmarke im GAG (63,5 kg, aktuelles GAG 61,0 kg) entfernt!


19. September 2021 - Wenn es läuft, dann läuft es: Sieg Nr. 118 - FREYTAG gewinnt in Dortmund

Wenn man der Erklärung des Trainers Glauben geschenkt hat, warum FREYTAG in Baden-Baden so schlecht gelaufen ist ("Er hatte zum ersten Mal die Nacht vor dem Start nicht in seiner gewohnten Box daheim in Bremen verbracht."), dann stand einem Sieg bei FREYTAGs nächster Aufgabe heute (19.9.2021) in Dortmund im Viererwette-Rennen über 1200 m wenig im Weg. Höchstens der nachgenannte BOLD PHANTOM. Das Rennen war im Schnitt deutlich schlechter besetzt als jenes in Baden-Baden. Und es war "100%-Fuhrmann-frei", eine Besonderheit, denn man findet in Deutschland kaum noch ein Rennen über 1200 m, in dem nicht Pferde aus dem Magdeburger Quartier von Frank Fuhrmann mitlaufen.
FREYTAG war wieder Cecilia Müller anvertraut und diese wählte aus Box 8 eine offensive Taktik wie beim vorletzten Start in Mülheim. FREYTAG ist antrittsschnell genug, um auch über 1200 m vorn mitzugehen und fand mit DRESS CODE einen Begleiter bis zum Beginn der Zielgeraden. Die qualitativen Unterschiede im Feld wurden schon hier deutlich: manche Gegner konnten schon in diesem Moment das Tempo der beiden an der Spitze nicht mitgehen. In der Zielgeraden hielt DRESS CODE noch eine Weile dagegen, andere Rivalen rückten auf, aber FREYTAG behielt locker die Spitze. Der einzige spannende Angriff war der des Favoriten BOLD PHANTOM, der zuerst im Windschatten von FREYTAG blieb und den Potters-Schützling dann ruckartig zu überlaufen versuchte. Aber Cecilia Müller blieb wachsam. Eine Aufmunterung an FREYTAG - und dieser hielt dagegen und legte wieder zwei Längen zwischen sich und den holländischen Konkurrenten. Deutlich getrennt mit weiteren 2 1/2 und 1 1/4 längen kamen dann ANDORRE und DAYYAN über die Linie. Zur Sieg-Quote von 56:10 verdiente FREYTAG 2.500 Euro und imponierte vor allem dadurch, wie leicht er den Angriff von BOLD PHANTOM konterte. Dieser war sowieso wie im Vorfeld erwartet der einzige ernstzunehmende Gegner. Die Silbereiche-Zucht rutschte mit diesem Sieg wieder unter die Top 60 der deutschen Vollblutzüchter - in Ranglisten-Nachbarschaft der Gestüte Ohlerweiherhof, Aesculap, Hachetal, Erftmühle und Winterhauch. Damit kann man gut leben, zumal FELLOW und auch FREYTAG diese Position im Spätherbst noch gut verteidigen oder sogar verbessern können.


11. September 2021 - FOOTLOOSE in Zweibrücken und die Sache mit dem Zielpfosten

Einen Tag nach dem Toto-Schocker von FELLOW bestritt seine ältere Schwester FOOTLOOSE einen hervorragend dotierten Ausgleich III (-8) in Zweibrücken über 1800 m. Es gab 15.000 Euro für die fünf Erstplatzierten zu gewinnen. Mit 10 Startern war das Rennen quantitativ gut besetzt, darunter waren auch Pferde aus den Ställen Smrczek (Düsseldorf), Grewe (Köln) und Figge (München) angereist, waa in Zweibrücken nicht jeden Tag der Fall ist.
Das Rennen konnte man ja schon vorher schildern, allein, was in der Zielgeraden passieren würde, das war unvorhersehbar. Bei Nachfragen vor dem Rennen hatte ich gesagt, FOOTLOOSE ist Außenseiterin, aber je kürzer die Zielgerade in Zweibrücken ist, desto besser wird FOOTLOOSE laufen. Und so kam es auch.
FOOTLOOSE übernahm aus der günstigen Startbox 3 schnell die Spitze und führte auch bis eingangs der Zielgeraden. Der Figge-Schützling SAPHIRA DREAM hatte aufgepasst und sich rechtzeitig hinter FOOTLOOSE gelegt. In der kurzen Zielgeraden war SAPHIRA DREAM, eine frische Siegerin aus Baden-Baden schnell vorbei, auch NUMERION (Stall Grewe) konnte sie nicht lange halten und dann ging auch noch MODULATION vorbei, aber das war - haha! - nach dem Ziel! So kurz ist die Zielgerade in Zweibrücken, als wäre sie für FOOTLOOSE gebaut worden ...
FOOTLOOSE, von der erfahrenen Amateurrennreiterin Nina Wagner geritten, wurde also Dritte hinter SAPHIRA DREAM und NUMERION und noch vor SINDRA (5.), der sie sich im letzten Rennen noch beugen musste. Dazu gab es eine sensationelles Platzgeld von 2250 Euro für den dritten Platz! Über die geringe Züchterprämie für 8-jährige Stuten wollen wir gar nicht reden. Galopprennsport hat auch, aber nicht nur etwas mit Geld zu tun. Und über einen so schönen 3. Platz im Hauptrennen der Karte können sich die Züchter richtig freuen.
Vielleicht kommt ja ein Rennverein mal auf die Idee, den Zielpfosten schon 100 m eingangs der Zielgeraden aufzubauen. FOOTLOOSE wäre an jedem Renntag dabei ...



10. September 2021 - 519:10 - FELLOW ist der Sensationssieger am "After Work-Renntag" in Hannover

Fangen wir ganz früh an: Wer vor zwei Jahren die beiden damaligen Jährlinge der Silbereiche-Zucht auf den Koppeln des Gestüts Evershorst beobachtet hat, konnte sich sicher sein, mit FELLOW und FREAK zwei sehr hoffnungsvolle Jungpferde gesehen zu haben. Beide hatten eine schöne Galoppade und keine Kinderkrankheiten. Die Gestütsbesitzer, das Ehepaar Buhmann, bevorzugten FREAK, nicht zuletzt wegen der Ähnlichkeit zu AREION, der Chronist, mit einer Vorliebe für Schwarzbraune und Rappen, war eher Fan von FELLOW. Beide Pferde gingen für eine Besitzergemeinschaft um Eugen Schäfer zu Dr. Andreas Bolte nach Lengerich ins Training.
Dort hatte sich wohl der "Turfteufel" im Gebüsch versteckt. Zuerst traf es den frühreifen FREAK, der bei seinem Debut erkältet war und anschließend eine Kolik bekam. In diesem Jahr kam eine Fissur dazu - wenn nun alles gut geht, wird er in etwa 6 Wochen debutieren.
Auch bei seinem spätreiferen Kumpel FELLOW ging nicht alles glatt, ein Chip musste entfernt werden, bevor er dann am 22. August in Mülheim sein Lebensdebut gab. Dort zeigte sich FELLOW sehr unreif, kam schlecht um die Bögen, war schon vor Erreichen der Zielgeraden geschlagen und trudelte mit Abstand als Letzter über die Ziellinie. Allein sein Ehrgeiz und seine Spritzigkeit während des Rennens deuteten an, dass er eine Menge mehr kann.
Trotzdem konnten die Vorgaben für seine heutigen zweiten Start (10.9.2021) in Hannover nur lauten: Verbesserung, reiferes Rennverhalten und im Ziel nicht so weit vom Sieger geschlagen zu sein wie zuletzt.
Dieser (Sieger) konnte eigentlich nur SILUTO heißen, der vor drei Monaten noch als Derby-Kandidat gehandelt und mittlerweise von Championtrainer Henk Grewe vorbereitet wurde. Mit RUFALO, MANAIA und FLOWER OF LIPS hatten weitere der 12 Teilnehmer bessere Vorformen aufzuweisen. Es ging wie beim Debut über 2000 m und auch Alexander Pietsch war wieder im Sattel.
Trainer Dr. Andreas Bolte sagte nach dem Rennen, dass er auf eine Platzierung unter den ersten Fünf gehofft, aber nicht an einen Sieg geglaubt habe. Aber auch diese Einschätzung erschien fast allen Wettern viel zu optimistisch, denn FELLOW ging mit einem Toto-Kurs von 519:10 auf Sieg vom Start.
Gleich nach dem Start strebte FELLOW die Pilotenposition an, was auch vor der ersten Kurve gelang. SILUTO legte sich knapp dahinter und erfreute sich in diesem Moment eines willkommenen Führpferdes. FELLOWs aus Mülheim bekannten Probleme in den Kurven
hatten sich in Nichts aufgelöst. Alexander Pietsch dosierte von vorn mit all seiner Routine das Tempo. Eingangs der Zielgeraden griff SILUTO an, doch je näher der Zielpfosten kam, umso bessere Antworten hatte FELLOW auf SILUTOs Attacken parat. Zum Schluss war es ein sicherer Sieg für FELLOW, RUFOLO und MANAIA belegten formgemäß die Plätze 3 und 4.
Das Publikum rieb sich die Augen, Dr. Bolte strahlte und meinte, es könne ruhig auch etwas kürzer für FELLOW als 2000 m sein und die Züchter sahen sich in ihrer Entscheidung bestätigt, vor 4 1/2 Jahren FORLISTA zu dem "kleinen" POMELLATO (Stockmass 1,60 m) nach Frankreich entsandt zu haben. Damals war aufgefallen, dass die ehemalige Listen-Siegerin vor allem sehr große Hengstfohlen zur Welt gebracht hatte (FORGO, FORLITO). Die "Gegenmaßnahme" POMELLATO war die richtige, denn FELLOW ist zwar nicht klein, aber sein Stockmaß darf als "normale Größe" bezeichnet werden.
Es gab 3500 Euro für den Sieger.
Auch unter den wettenden Silbereiche-Mitgliedern wird nicht jeder wenigstens eine kleine Siegwette gewagt haben. Das mag für drei Minuten schmerzen, aber viel wichtiger ist, dass FELLOW mit einem Schlag bzw. Rennen jetzt ein Niveau erobert hat, auf dem wir ihn immer erwartet haben: Er ist bei guter Gesundheit ein mindestens nützliches Rennpferd, von dem man auf Grund seiner Unreife auch noch weitere Steigerung erwarten darf.
Wenn Dr. Bolte nun sagt, er weiß nicht, ob FELLOW oder FREAK auf Dauer das bessere Rennpferd sein wird, dann könnten sich die zwei Jahre zurückliegenden hohen Erwartungen (siehe oben) trotz des Turfteufels doch noch erfüllen.


04. September 2021 - Pferd Nr. 11 aus Startbox 11 im 11. Rennen Baden-Baden - FREYTAG enttäuscht

Manchmal kann man sich dem Aberglauben nicht entziehen. FREYTAG lief am Samstag (4.9.21) im 11. Rennen in Baden-Baden. Als Startnummer 11. Aus Startbox 11. In diesem Rennen waren 11.111 Euro in der Viererwette garantiert. Das hatte aber Glücksgöttin Fortuna nicht ganz verstanden. Statt Platz 1 hatte sie FREYTAG nun Platz 11 zugewiesen - und das hat alle Fans von FREYTAG sehr enttäuscht.
Nur wenige Minuten vor dem Rennen "prügelten" sich TANJA, SCIPIO und FREYTAG um die Favoritenposition in diesem Ausgleich III (-5) über 1200 m. FREYTAG setzte sich mit einer Eventualquote von 63:10 durch, was auch belegt, wie ausgeglichen dieses Rennen besetzt war.
Aus Sicht von FREYTAG ist das Rennen schnell erzählt. Reiterin Celilia Müller sagte nach dem Rennen, von Anfang an sei FREYTAG schlechter galoppiert als in den letzten Rennen unter ihrer "Regie". FREYTAG blieb im Hintertreffen der 15 Starter und kam von da auch nicht weg. Vorne gingen die eisenharten Fuhrmann-Schützlinge JUNGLE SPIRIT vor CIRCUSKIND als Erste durchs Ziel. Es war für beide der dritte Start innerhalb einer Woche in Baden-Baden. Wenn nun alle Besitzer von ihren Trainern fordern, dass ihre Pferde so etwas können, dann ... gute Nacht!
Die Ursache: Moderator und Experte Daniel Delius meinte vor dem Rennen, die 1200 m könnten für FREYTAG zu kurz sein. Mag sein, vor allem auf dem guten Boden.
Ich leite meine Erklärung aber eher aus den Aussagen von Cecila Müller (... schlecht galoppiert ...) ab. FREYTAG lief zum ersten Mal nach einer Übernachtung "im fremden Bett", also in den Gastboxen des Rennvereins. Bei allen vorherigen Starts war er erst am Tag des Rennes angereist; nun bereits einen Tag vorher. Das mag unserem "Sensibelchen" nicht gepasst haben. Trainer Toni Potters scheint dieser Argumentation zu folgen: Bereits am 19. September hat FREYTAG eine Nennung über 1200 m in Dortmund.


22. August 2021 - FELLOW unreif - FREYTAG reif (für einen Sieg)

Gleich zwei Silbereiche-Zöglinge liefen heute (22. August 2021) in Mülheim, mit den beiden Ergebnissen kann man gut leben.
Zuerst debutierte FELLOW mit Alexander Pietsch in einem 3-j.-Sieglosen-Rennen über 2000 m. Er ging in einem 7 Pferde-Rennen, in dem auch zwei Stallgefährten mitliefen, gut in die Box und kam auch gut aus der Box. Bereits an der ersten Ecke merkte man aber, wie unreif der der Wallach noch ist: er verlor einigen Boden. Das passierte im weiteren Rennverlauf praktisch an jeder Ecke, wobei Mülheim durchaus keine kantige Bahn ist. Immerhin hatte FELLOW die Kraft, sich Mitte gegenüber der Zielgeraden noch einmal auf den 2. Platz vorzukämpfen. Kurz vor Erreichen der Zielgeraden musste er diese Position jedoch gegen die angreifenden Gegner wieder abgeben. In der Zielgeraden war er mit seinen Kräften an Ende, wurde sehr früh vom Jockey in Ruhe gelassen und trudelte mit über 20 Längen Abstand zum Drittletzten als Letzter durch das Ziel. Auf Grund der (vernünftigen) Reitweise hat aber der Abstand keine besondere Bedeutung. FELLOW folgt also in puncto Exterieur und Unreife seinen Halbbrüdern FORGO und FORLITO, die Frage ist, ob er in puncto Rennvermögen eher mit FORGO oder mit FORLITO zu vergleichen ist. Da er heute am Start Spritzigkeit und während des Rennens Ehrgeiz gezeigt hat, hoffe ich ("ohne Gewähr"), dass er im Können FORGO nacheifern kann. Ein niedriges GAG wird er sich von ganz allein erlaufen, denn seine Unreife wird er nicht gleich beim nächsten Start komplett ablegen können. Auch FORGO verdiente erst beim 4. Start seinen ersten Geldpreis und da war er schon 4 Jahre alt. Und ob die DIstaz von 2000 m seine beste sein wird, wird sich zeigen; Spritzigkeit und Antritt deuten auf kürzere Distanzen.
Es gewann übrigens die Debutantin ANNA BELLE vor WONDERFIL BELLE und dem ehemaligen Derby-Kandidaten SILUTO.
Als letztes Rennen der Karte gab es ein Viererwette-Rennen, einen Ausgleich IV (+2) über 1500 m. FREYTAG, den wieder Cecilia Müller ritt, war bei 11 Startern mit 50:10 Co-Favorit. Trotz Unwettervoraussage war der Boden auch im letzten Rennen immer noch gut, den das Unwetter hatte einen Bogen um Mülheim gemacht. So überraschte es, dass Cecilia Müller FREYTAG diesmal praktisch von vorn ritt. Aber nach gutem Start ging der Wallach auf der verkürzten Meile ziemlich gegen die Hand, so suchte die Reiterin die Flucht nach vor und übernahm bereits nach der Hälfte der Strecke die Spitze. Im Vorfeld mochte man die heutigten Gegner als etwas schwächer als in den letzten Rennen einstufen, trotzdem imponierte es, wie tapfer FREYTAG die Spitze auf den letzten 300 m verteidigte. Erst auf den letzten 50 Metern musste er den anderen Co-Favoriten WATER DIVINER vorbeilassen, der auch erheblich mehr unterstützt wurde. Es gab 1200 Euro für den 2. Platz, kein Aufgewicht und damit beste Aussichten für Baden-Baden, wo er am 4. September wieder über kurze 1200 m antreten soll. Hinter WATER DIVINER und FREYTAG platzierten sich die Außenseiter SEA TEA DEA und PICNIC EN VILLE.


16. August 2021 - FOOTLOOSE in Saarbrücken wieder im Geld

Bei ihrem Auftritt am 15. August in Saarbrücken trug FOOTLOOSE 1,5 kg mehr als bei ihrem Sieg vor einem Jahr an gleicher Stelle. Aber sie hatte ihren damaligen Siegjockey Marco Casamento im Sattel und sie lief auf passender Distanz (1900 m).
Da sollte doch bei 8 Startern und 5 Platzgeldern ein Platzgeld drin sein - so konnte man im Vorfeld die Situation einschätzen. Und so kam es auch.
FOOTLOOSE eroberte sich aus Box 6 schnell die Spitze und erst in der Zielgeraden stellten sie drei Pferde zum Kampf: die sichere Siegerin SINDRA, BURNING ROSE (2.) und NORTHERN FOX (3.). Inklusive FOOTLOOSE auf Platz 4 gingen die Pferde mit deutlich erkennbaren Abständen durch das Ziel, dahinter klaffte dann eine weitaus deutlichere Lücke von 4,5 Längen zur Fünften NEWA.
Natürlich nervt das etwas, wenn die Silbereiche-Zöglinge nur noch Platz 4 belegen (zweimal FREYTAG in Folge, jetzt FOOTLOOSE). Doch bei der 8-jährigen MAMOOL-Tochter sollte man sich freuen, wenn sie im Alter von 8 Jahren immer noch nicht weit entfernt von ihrer besten GAG-Marke agiert. Auch wenn die Züchterprämie nur für ein Waffeleis für jeden Mitzüchter reicht.
FOOTLOOSEs nächster Start ist für den 11. September in Zweibrücken vorgesehen. Da gibt es 7500 Euro für den Sieger ... Wenn der Zielpfosten gleich zu Anfang der Zielgeraden aufgestellt wird, könnte es mit einem Sieg klappen ...
Heute gab es ein nettes Taschengeld von 450 Euro für den 4. Platz.


01. August 2021 - FOOTLOOSE in Hassloch am 1. August chancenlos

Trainer Sven Schleppi äußerte sich schon vor dem Rennen im Interview mit dem Rennbahnfernsehen: "Kann eine eine spritzige Stute wie FOOTLOOSE mit der langen Gerade in Hassloch zurechtkommen - das wollen wir herausfinden."
Kann sie nicht! - vor allem nicht über die Meile, wo alle Gegner "spritzig" sind, d.h. schnell antreten können.
Als Agl. III über 1600 m war die "Hasslocher Meile" mit 12 Startern auch noch quantitativ gut besetzt, so erreichte FOOTLOOSE mit Andre Best zwar sogar aus der äußeren Startbox 12 vor der ersten Kurve noch die Spitze, aber eingangs der Zielgeraden war sie sehr schnell mit ihrem Latein am Ende. Es gewann ANNADIA vor MR GENT und GIPSY MUSIC, FOOTLOOSE belegte Platz 10 - aber das tut hier wenig zur Sache. Wichtig ist, dass es 2021 auf den Bahnen in Saarbrücken und Mannheim noch jeweils zwei Veranstaltungen gibt. Und da kommt FOOTLOOSE über 1900 m weitaus besser zurecht.


25. Juli 2021 - FORLITO und FREYTAG im Harz - Und täglich grüßt das Murmeltier ...

Während der Derby-Woche liefen FORLITO und FREYTAG am gleichen Veranstaltungstag und belegten Platz 6 und Platz 4. Gleiches sollte sich nun beim kleinen Meeting in Bad Harzburg am 22. Juli wiederholen.
Bei gutem Boden und schönem Wetter trat zuerst FREYTAG in einem Ausgleich III (-4) über 1550 m an, Michael Cadeddu saß im Sattel. Nimmt man FREYTAGs zwei Siege, bei denen jeweils Cecilia Müllet ritt, zum Maßstab, dann ist es für jeden Reiter sehr schwer zu entscheiden, wie lange und und mit welchem Abstand zum Führenden er FREYTAG auf die Beine kommen lässt und in welcher Sekunde des Rennens er bei FREYTAG seinen fulminanten Speed einsetzt. Denn so sind auch die Vorgaben von Trainer Toni Potters: FREYTAG soll in jedem Rennen erst "auf die Beine kommen" und sich beruhigen, um dann mit Speed das Feld von hinten aufzurollen: Angesichts der kurzen Distanzen, die FREYTAG läuft, sind das zwei Aktionen, die fast nahtlos ineianderübergehen. In Hamburg ließ Adrie de Vries FREYTAG gar nicht erst an das Ende des Feldes zurückfallen und setzte seinen Speed relativ früh ein. In Bad Harzburg muss man zu der Erkenntnis kommen, dass Michael Cadeddu für den dritten Platz vielleicht eine Sekunde zu spät angriff. Aus Box 1 blieb ihm nach dem Start zuerst nichts Anderes übrig, FREYTAG ans Ende des Feldes fallen zu lassen, um dann außen wieder anzugreifen. Der Außenseiter STAR GYPSY "fiel an diesem Tag aus dem Nest" und gewann locker mit zwei Längen, dahinter hatte auch KONGO weitere 1 1/4 Längen zurück, der im Hamburg noch hinter FREYTAG ins Ziel gekommen war, den 2. Platz frühzeitig gebucht, aber an PLANTEURS WHISKEY wäre er eine Sekunde nach dem Zielpfosten vorbeigewesen. So blieb auch im Harz wieder nur der 4. Platz, der mit 350 Euro auffallend niedrig dotiert war. In jedem Fall ist FREYTAG mit der aktuellen Marke jederzeit für einen weiteren Sieg gut, es muss nur alles passen.
Ein Rennen später wechselte FORLITO - im Gegensatz zu Hamburg - wieder in sein derzeitiges Hauptmetier zurück, die Hindermisrennen. Es liefen 9 Pferde und Sonja Daroszewski, die ehemalige deutsche Meisterin, steuerte FORLITO. Aber was waren da für Gegner drin? Z.B. ein doppelter Gruppe II-Sieger namens ARKALON, der bereits über 50.000 Euro über Hindernisse verdient hatte. doch lagen diese Gewinne bereits so weit zurück, dass sie in der Ausschrebung nicht mehr für Aufgewichte sorgen konnten.
Bei FORLITO wollte Sonja Daroszweski etwas anders machen als der Kollege beim letzten Start in Frankreich: sie wollte den anderen Pferden möglichst zwei Längen am Start "klauen". Das gelang auch weitgehend. FORLITO übernahm die Spitze und sprang sauber. Das ging eine von zwei Runden gut, den ersten Angriffen von ARKALON hatte FORLITO dann nicht mehr viel dagegenzusetzen. FORLITO musste zu Beginn der zweiten Runde einige Gegner vorbeilassen, und fand sich dann an Position 6 im Rennen wieder. Ein nochmaliges Aufrappeln konnte man bei FORLITO nicht beobachten, er ging seinen Strich weiter und erreichte auch auf Platz 6 (dem ersten Rang ohne Geldgewinn) das Ziel.
Fazit: Das agressivere Herangehen an ein Rennen ist auch nicht die Lösung, FORLITO muss am Anfang schoned geritten werden und Kräfte sparen. Das gilt vermutlich auch für schwächere Felder, als es dieses in Bad Harzburg war. Vielleicht bringt der Wechsel zu den Jagdrennen noch einen Schub, denn FORLITO springt ausgezeichnet. Ansonsten wird er vermutlich auch über Sprünge keine Bäume ausreißen ...
ARKALON fand übrigens kurz vor dem Ziel seinen Meister: Der gut gezogene MEERADLER schnappte sich den Sieg. Dritter wurde DAGORA.